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Lübeck 114.000 Besucher im Hansemuseum
Lokales Lübeck 114.000 Besucher im Hansemuseum
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08:06 11.01.2018
2015 hat das Museum im Mai eröffnet. Quelle: dpa
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Lübeck

Top-Bilanz: „Auf die Besucherzahlen sind wir sehr stolz“, sagt Sternfeld. Das sei nicht selbstverständlich für ein neues Museum. Es sei bereits das dritte erfolgreiche Jahr. 2015 hat das Museum im Mai eröffnet und zählte 100 000 Besucher, 2016 waren es 113 000 und nun 114 000 Besucher. Allerdings: Davon sind zehn Prozent Gäste ohne Tickets. „Sie haben beispielsweise die Vernissagen besucht“, erklärt Sternfeld. Hinzu kommen 8000 Gäste des Kultursommers mit Konzerten, das auf dem Dach des Museums gefeiert wurde.

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Die Zahl der Gäste der Sonderausstellungen des vergangenen Jahres will Sternfeld nicht beziffern. „Sie werden der Qualität der Ausstellungen nicht gerecht“, so die Chefin des Museums. Gezeigt wurden 2017 die Silber-Ausstellung sowie „Pin it. Social Media im Mittelalter“ aus den Niederlanden und „Geld macht Glaube“anlässlich 500 Jahren Reformation.

Im Gäste-Ranking des Hansemuseums belegt Schleswig-Holstein den ersten Platz. Knapp 43 Prozent der Besucher kommen aus dem nördlichsten Bundesland. Auf Platz zwei liegen schon die ausländischen Gäste mit 14 Prozent. „Das zeigt die zunehmende Strahlkraft des Museums“, sagt Sternfeld. Vor allem Dänen und Schweden besuchen das Hansemuseum, aber auch Schweizer, Niederländer und Briten kommen in das neue Haus an der Untertrave. Platz drei belegt Niedersachsen, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen.

„Wir sind das Museum mit den meisten Besuchern in Lübeck“, sagt Sternfeld. Zugleich sei sie froh, dass das Hansemuseum den anderen Häusern keine Gäste wegnehme. Denn die neun städtischen Museen haben 2017 laut Prognose 220 000 Besucher angelockt – etwa so viel wie im Vorjahr.

Spitzenreiter dabei ist das Holstentor, das jährlich 50 000 Menschen sehen wollen. Es war befürchtet worden, dass diese Besucherzahlen rapide bergab gehen. Denn die Ausstellung im Holstentor „Die Macht des Handels“ beschäftigt sich ebenfalls mit der Hanse und den Lübecker Kaufleuten. Doch trotz der Eröffnung des Hansemuseums sind die Besucherzahlen im Holstentor stabil geblieben.

Was Sternfeld vor allem freut: Die Besucher des Hansemuseums sind zufrieden. Neun von zehn Gästen würden es weiterempfehlen, hat eine Befragung ergeben. Und 79 Prozent würden ein zweites Mal kommen. Auch auf dem viel genutzten Online-Reiseportal Tripadvisor erhält das Europäische Hansemuseum gute Ergebnisse. 64 Prozent werten ihren Besuch mit der höchsten Note „ausgezeichnet“, 19 Prozent mit „sehr gut“.

Das Hansemuseum ist mit viel Pomp an den Start gegangen. Am 27. Mai 2015 hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Eröffnungsrede. 45 Millionen Euro koste der Bau des neuen Museum. Die Possehl-Stiftung hat 35,6 Millionen Euro hineingesteckt, die EU 9,42 Millionen Euro, die Stadt keinen Cent. Zudem hat die Possehl-Stiftung über Umwege den Straßenumbau bezahlt: 2,5 Millionen Euro. Weitere zwei Millionen hat sie bereits im Vorfeld für die Planungen und den Kauf des Grundstückes ausgegeben. Betrieben wird das Hansemuseum von einer gemeinnützigen GmbH, deren Gesellschafter die Possehl-Stiftung ist. Die Höhe des Budgets der GmbH wird nicht genannt, die Stadt zahlt aber jedes Jahr 400 000 Euro als Zuschuss. Wegen der Millionen aus dem EU-Fördertopf muss das Haus mindestens 15 Jahre als Museum betrieben werden.

Von Josephine von Zastrow

Acht lebensechte Szenen zeigen das Leben zur Zeit der Hanse im neuen Museum.
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