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Lübeck 115 000 Euro für die Integration
Lokales Lübeck 115 000 Euro für die Integration
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20:16 04.01.2018

„Dieser Fonds ist wichtig für die Integration“, sagt Spiridon Aslanidis, Vorsitzender des Forums für Migrantinnen und Migranten, „denn wenn die Finanzmittel fehlen, gibt es nur Sonntagsreden.“ Der Fonds sei ein wichtiger Baustein, um das Integrationskonzept der Hansestadt umzusetzen – also um Ideen auch mit Leben zu füllen. „Viele Projekte, die von den Bürgern oder von Projektträgern angestoßen werden, können mit Hilfe des Fonds umgesetzt werden“, bestätigt Anke Seeberger von der Stabsstelle Integration. Die Verwaltung könnte die zahlreichen Handlungsempfehlungen des Integrationskonzeptes gar nicht allein auf die Schiene setzen. Seeberger: „Die Menschen, die Projekte beantragen, sind ganz dicht dran an den Migranten und Flüchtlingen.“

Aus dem Fonds, der von der Bürgerschaft schon Ende 2014 beschlossen und zum Haushalt 2017 noch einmal aufgestockt wurde, wurden beispielsweise das Sprach- und Kulturmittler-Projekt von Sprungtuch finanziert, ebenso das Vormundschaftsprojekt „Nicht allein“ der Humanistischen Union, ein Musikprojekt der Tontalente und das Projekt Regenbogenfrauen. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 14 Projekte in den Genuss einer vollständigen oder teilweisen Förderung. 21 Anträge waren bei der Stadt eingegangen. Der Fonds wird durch die Stadt mit 75000 Euro im Jahr gefüllt. Weitere 40000 Euro kommen vom Land.

Das Integrationskonzept der Hansestadt wurde im Februar 2012 beschlossen und sieht mehr als 100 Vorschläge zur Integration vor. Die reichen von zweisprachigen Kitas über die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung bis zum Einsatz von Dolmetschern in Beratungsstellen. Zahlreiche Forderungen wenden sich an Bund und Land. Mehr als 70 Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden haben das 50-seitige Papier erarbeitet.

Für die nächste Förderrunde nimmt die Stabsstelle Integration noch bis zum 25. Januar Anträge entgegen. Bürger, Initiativen, Vereine oder Verbände können sich um eine Förderung bewerben. Eine Steuerungsgruppe Integration, in der neben Verwaltung und Politikern Vertreter des Migrationsforums sowie des Arbeitskreises Migration sitzen, beugt sich über die Anträge und gibt der Verwaltung Empfehlungen. „Die Verwaltung trifft die Entscheidung, welches Projekt gefördert wird“, sagt Anke Seeberger, „aber wir folgen meistens den Empfehlungen.“ Antragsunterlagen können bei Jessica Kettner unter Telefon 0451/1221216 oder per E-Mail an integration@luebeck.de angefordert werden.

dor

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