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Lübeck 125 Jahre Lübecker Bauverein: Gemeinsam wohnen und feiern
Lokales Lübeck 125 Jahre Lübecker Bauverein: Gemeinsam wohnen und feiern
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20:10 19.01.2017
St. Gertrud

Sie alle sind da, sie alle sind als Zeitzeugen zu hören: Christa Franke (75), die in der Ludwigstraße aufgewachsen ist und auch heute noch dort wohnt; der 88-jährige Horst Wieseler, der seit 64 Jahren Mitglied des Lübecker Bauvereins ist und in der Robert-Koch- Straße wohnt; und Gerhard Mundt (67), ehemaliger Prokurist, der 31 Jahre für die Wohnungsbaugenossenschaft tätig war. Es wird gelacht an der interaktiven Hörstation, die zur Ausstellung im Foyer der Geschäftsstelle in der Otto-Passarge- Straße steht.

Der Anlass ist ein freudiger, denn die Wohnungsbaugenossenschaft feiert dieses Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum und bietet bis zum Jahresende eine Ausstellung, die während der Geschäftszeiten (montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr, freitags bis 13 Uhr) für jedermann zu sehen ist. Gefeiert wird ganz groß am 31. März in der Kulturwerft Gollan, denn an jenem Datum vor 125 Jahren gründeten Lübecker Bürger aller Schichten, der Industrieverein und die Gemeinnützige den Lübecker gemeinnützigen Bauverein, um der im Zuge der Industrialisierung und Landflucht entstandenen Wohnungsnot entgegenzutreten.

Dirk Stojan, langjähriger Amtsgerichts-Präsident und seit einigen Jahren Aufsichtsratsvorsitzender des Lübecker Bauvereins, stellt das seiner Meinung nach wichtigste Merkmal der Genossenschaft heraus: „Man fängt nicht an, über Geld nachzudenken, sondern fragt erst: Wie fördern wir unsere Mitglieder, was können wir für sie tun? Und dann wird überlegt, ob man das finanziell gewuppt bekommt.“

Das, so lobt er, sei auch nach 125 Jahren noch so.

Zur offiziellen Feier Ende März wird auch die Chronik vorgestellt, mit der der Bauverein bereits vor drei Jahren die drei Historiker Barbara Günther, Dr. Josef Schmid und Christin Springer vom Hamburger „Geschichtswerk“ beauftragt hat. Eine Chronik mit wissenschaftlichem Ansatz, die dennoch allgemeinverständlich ist. „Wir wollten es würdig, aber genossenschaftstypisch machen“, sagt Vorstand Stefan Probst. Und deshalb ist das Buch, das in einer Auflage von 1500 Stück gedruckt wurde, „ein Gemeinschaftsprojekt“, so Schmid, „denn wir haben Zeitzeugen über Erzählcafés mit eingebunden.“ Zeitzeugen wie Christa Franke und Horst Wieseler. Die Chronik sei nicht chronologisch aufgebaut, sondern nach den drei Schwerpunkten „Bauen für Lübeck“, „Wohnen im Wandel“ und „Von der Hinterhof-Gemeinschaft bis zum Nachbarschaftstreff“. Es ist nicht nur die Geschichte einer Genossenschaft, sondern ein Stück Stadtgeschichte.

Im Jubiläumsjahr sind allerhand Aktionen geplant, wie Vorstand Detlef Aue erklärt: „Unter anderem ein kleines Jubiläums-Sparprodukt, zum Jahresende eine Kinderüberraschung, zudem Anwohnerfeste in den Nachbarschaftstreffs.“

LN

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