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Lübeck 180 Oldtimer machen Halt in Lübeck
Lokales Lübeck 180 Oldtimer machen Halt in Lübeck
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22:56 25.08.2017
Prominenz auf vier Rädern: Die mehrmalige Olympiasiegerin Katharina Witt steigt aus dem 328 BMW aus dem Jahr 1937. Gemeinsam mit ihrem Fahrer Ulrich Knieps hat sie den zweiten Renntag der „Hamburg-Berlin-Klassik“ erfolgreich abgeschlossen. Quelle: Wolfgang Maxwitat

 „Sie sind einfach viel schöner als die Dinger, die heute produziert werden“, sagt Sabine Wiebus aus Lübeck. „In den Wagen steckt richtig Geschichte drin. Deswegen bin ich hier“, so die 55-Jährige.

Die Fahrer der Hamburg-Berlin-Klassik starten heute ihren dritten Renntag – Auch Promis sind dabei.

Als eine der Ersten kommt die mehrfache Olympiasiegerin Katharina Witt mit ihrem Fahrer Ulrich Knieps in ihrem 328 BMW durch die Zieleinfahrt gefahren. „Wo ist mein Marzipanbrot“, scherzt Witt, als sie aus ihrem Auto steigt, das in den 30er Jahren mehr als 120 Siege bei Rennen eingefahren hat. Es dauert nicht lange, bis sie eine Schachtel mit Marzipanherzen in den Händen hält. „Sonst rauscht man immer so an Lübeck vorbei. Ich bin das erste Mal hier. Hoffentlich bleibt heute Abend etwas Zeit für Sightseeing.“

Thoralf Volkens und Marius Seppmann freuen sich nach einem erfolgreichen zweiten Rallye-Tag erst einmal auf ein bisschen Entspannung. Rund sieben Stunden sind sie mit ihrem aus Aluminium gebauten Alvis aus dem Jahr 1936 von Wolfsburg bis Lübeck gefahren. „Die Sitze sind nun nicht unbedingt gemütlich“, gibt Volkens zu, „aber es ist ja auch ein Rennwagen“. „Das Schöne an der Rallye ist, dass man sich mit 180 genauso Bekloppten über Autos unterhalten kann.“

Ob Traumschiff-Star Siegfried Rauch sich als „bekloppt“ bezeichnen würde, bleibt dahingestellt. Der 85-Jährige fährt einen hellblauen VW-Transporter. „Heute war es sehr gemütlich, gestern ging es länger“, sagt Rauch. Um Ehrgeiz geht es dem Oldtimer-Fan bei der Rallye nicht. „Es geht in erster Linie um Spaß. Ich finde die alten Autos faszinierend, da kommen Erinnerungen hoch. Einige ist man ja auch selbst gefahren. Sie haben Gesicht und Charakter, das findet man heutzutage gar nicht mehr.“

Schnitzeljagd für Erwachsene

Bei der Hamburg-Berlin-Klassik kommt es für die Fahrer nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Genauigkeit an. Die Rallye-Leitung hat Streckenabschnitte ausgewiesen, die in einer festgelegten Zeit erreicht werden müssen. Durch Wertungsprüfungen werden die Fahrer kontrolliert. Schaffen sie es nicht, gibt es Strafpunkte. Je weniger Strafpunkte, desto besser. „Eigentlich ist es eine Riesen-Schnitzeljagd“, sagt Rallye-Sprecherin Martina Warning.

 Hannes Lintschnig

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