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Lübeck 20-Jähriger schießt auf 65-Jährigen und verletzt ihn
Lokales Lübeck 20-Jähriger schießt auf 65-Jährigen und verletzt ihn
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20:15 01.07.2016
Mit dieser Waffe schoss der Täter in Travemünde. Quelle: Polizei

Auf mindestens zwei Fußgänger in Travemünde ist mit einer Luftdruckwaffe, einer sogenannten Softairwaffe, geschossen worden. Tatverdächtig ist ein 20- Jähriger.

Ein 65-jähriger Mann war am vergangenen Dienstag mit einer blutenden Wunde auf der linken Wange bei der Polizei im Moorredder erschienen. „Er gab an, beschossen worden zu sein“, sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook.

Als die Beamten der Travemünder Polizei bei dem Mehrfamilienhaus ankamen, aus dem der Mann angeschossen worden war, fanden sie im Vorgarten zwei kleine, weiße Kunststoffkugeln. „Offenbar Munition einer Softairwaffe“, so Dürbrook.

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses seien von den Travemünder Beamten befragt worden. „Sie sprachen auch mit einem 20-Jährigen, der zunächst leugnete, die Schüsse abgegeben zu haben“, sagt Dürbrook.

Später habe er in den Vernehmungen aber zugegeben, dass er aus dem Fenster geschossen habe. „Die Softairwaffe hat der Tatverdächtige den Beamten ausgehändigt“, berichtet Dürbrook. Mit dabei war auch ein gefülltes Magazin – mit etwa 100 Schuss Munition. Gegen den 20-Jährigen wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Nur zwei Tage später meldete sich eine 79-Jährige bei der Polizei in Travemünde – auch auf sie war geschossen worden. „Die Dame wurde am Hinterkopf getroffen, in diesem Fall wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet.“

Möglicherweise kann es noch weitere Taten gegeben haben. Und: „Die Ermittler können nicht ausschließen, dass es noch mehr Geschädigte gibt, die die Vorfälle noch nicht zur Anzeige gebracht haben“, so Dürbrook.

In den letzten Monaten ist es vermehrt zu Schüssen in Lübeck gekommen. Im März feuerten zwei Männer in der Dornbreite ein Luftdruckgewehr und eine Gaspistole ab. Mitte Mai soll wiederholt auf das Ladenfenster eines Geschäftes in der Marlistraße in St. Gertrud geschossen worden sein. Ende Mai zeigte eine 41-jährige Lübeckerin einen Luftgewehrschuss auf ihr Auto an. Auch im Kaninchenbergweg sollen am 20. Mai Schüsse aus einem dunklen VW Polo gefallen sein.

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