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Lübeck 21 Uhr: EM-Start für Deutschland
Lokales Lübeck 21 Uhr: EM-Start für Deutschland
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15:43 12.06.2016
Heute geht es los für die deutschen Fans. Quelle: Felix König
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Lübeck

Heute geht es richtig los. Bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich steigt das deutsche Team in Lille gegen die Ukraine in den Wettbewerb ein (ARD, ab 20.15 Uhr). Bundesweit fiebern Millionen vor den TV-Bildschirmen oder beim Public Viewing mit. 51 Begegnungen an 31 Tagen, die ersten vier sind gespielt, bringen die Welt ein bisschen durcheinander. Alles, was man als Fan oder jemand, der es noch werden möchte, wissen sollte – eine Übersicht.

Public Viewing im Norden: Die Musik- und Kongresshalle (MuK) in Lübeck überträgt das Deutschland- Spiel heute auf einer Riesenleinwand. Auch die weiteren deutschen Vorrundenspiele sind in der MuK zu sehen. Der Strandsalon bietet EM-Fußball bereits seit der Eröffnungspartie. In Bad Segeberg lädt Möbel Kraft in die EM-Arena. Nach den Vorrundenspielen von Löws Elf gibt es ab dem Achtelfinale alle Spiele open air. In Berlin ist vor dem Brandenburger Tor wieder ein Fanmeile aufgebaut.

Fußball am Urlaubsort: Sportliche Großereignisse bedeuteten für die Tourismuszentren in der Vergangenheit oft „Saure-Gurken-Zeit“. Viele Fans sahen die Spiele lieber auf dem heimischen Sofa. Viele Urlaubsorte haben darauf reagiert. „EM guckst du hier“, heißt ein Flyer der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB), der Gastronomen aufführt, die Live-Fußball bieten – und auf durstige Kehlen setzen. Timmendorfer Strand bietet Public Viewing an der Musikmuschel. Grömitz macht seine Strandhalle zum EM-Feld. In der Neustädter Ancora Marina bietet die Multifunktionshalle Platz für 500 Fußballfans. Heiligenhafen überträgt die deutschen Spiele im Pavillon am Binnensee. Marc Euler, Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash): „Wir haben derzeit nicht den Eindruck, dass uns die EM die Saison verhagelt. Im Gegenteil: Die Buchungslage für die nächsten Wochen ist sehr gut.“ Niemand müsse sich zwischen einem chicen Strandurlaub und Fußballfieber entscheiden.

EM im heimischen Garten: Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe. Das bedeutet streng genommen Zimmerlautstärke. Auch wenn die spät angepfiffenen Spiele dann erst in die zweite Halbzeit gehen. Ein Nachbar, der sich gestört fühlt, kann die Polizei rufen. Bleibt es nicht bei einer Ermahnung des Beamten, darf sogar ein Bußgeld verhängt werden. Wer in großem Kreis ausgelassen feiern möchte, sollte eine Genehmigung des Ordnungsamtes einholen.

Nächtliche Autokorsos: Wer gewinnt, muss feiern. Deshalb drückt die Polizei schon mal ein Auge zu, wenn bei nächtlichen Autofahrten die Hupe etwas zu häufig bedient wird. Grundsätzlich nämlich gilt weiter die Straßenverkehrsordnung – trotz EM-Fiebers. Beflaggung in Schwarz-Rot-Gold an öffentlichen Gebäuden ist zum Fußballfest übrigens nicht erlaubt.

Fan-Artikel: Die Fahne am Autofenster oder der schwarz-rot-goldene Überzug für den Außenspiegel sind beinahe schon Fan-Pflicht. Neu im Sortiment: Der anklebbare Oberlippenbart (französisch Moustache) in den Nationalfarben. Am beliebtesten sind T-Shirts und Caps. Vuvuzelas haben mit Frankreich nichts zu tun, sind auf dem Markt aber nicht totzukriegen.

Eintrittskarten: Wer live in Frankreich dabei sein möchte, hat offiziell schlechte Karten. Allerdings: Auf der Ticketbörse „Viagogo“ können Fans im Internet noch vereinzelt Karten erwerben. Das Deutschland-Spiel gegen die Ukraine heute Abend ist ab 100,34 Euro zu haben (Stand gestern).

Terrorgefahr: Frankreich hat die Sicherheitsvorkehrungen laut EM- Organisationschef auf das „höchstmögliche Niveau“ geschraubt. Die Stadien gleichen Festungen. Besucher werden strenger denn je kontrolliert. Zusätzlich zu den Polizeibeamten werden 12 000 private Sicherheitsleute eingesetzt. Für alle Teams sind Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. Die deutsche Mannschaft wird zusätzlich von BKA-Beamten geschützt.

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