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Lübeck 500000 Euro für Wasserspielplatz im Drägerpark
Lokales Lübeck 500000 Euro für Wasserspielplatz im Drägerpark
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13:50 10.06.2017
Projektbearbeiterin Anja Brandes (52) und Vize-Bereichsleiter Ralf Schott (60) stehen mit den Plänen fürs Gelände auf dem alten Klettergerüst. Für den Neubau werden Becken und Holzkonstruktionen abgerissen. Quelle: Fotos: Cosima Künzel
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St. Gertrud

Die Bauarbeiten zur Erneuerung des Wasserspielplatzes im Drägerpark haben begonnen. Investiert werden über 500000 Euro, und die Maßnahme soll drei Monate dauern. Seilpyramide, Rutschenbastion, Schaukeln und Kletterkombi stehen aber außerhalb des Bauzaunes und können weiter genutzt werden.

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Projektbearbeiterin Anja Brandes (52) und Vize-Bereichsleiter Ralf Schott (60) stehen mit den Plänen fürs Gelände auf dem alten Klettergerüst. Für den Neubau werden Becken und Holzkonstruktionen abgerissen.

Die Parkanlage

1976 war der Baubeginn für die Grünfläche zwischen Wakenitz und Marlistraße, wo sich heute auch der Spielplatz befindet. Der Drägerpark wurde damals aus dem Marlipark und dem Gelände ehemaliger Gärtnereien (zirka 25 000 Quadratmeter zwischen Alexanderstraße und Wakenitz) entwickelt. Das Gebiet des Parks umfasst heute rund vier Hektar.

„Dort wird ein Planschbecken mit Betoneinfassung entstehen“, erklärt Anja Brandes (52) vom Bereich Stadtgrün/Verkehr und zeigt zu den Flächen, in denen sonst das Wasser stand. Jetzt sind sie leer, alles wird abgerissen. Auch das Holzgerüst darüber, auf dem Brandes mit Ralf Schott (60) die Pläne erläutert. Der stellvertretende Bereichsleiter ergänzt, dass das Holz massive Eiche ist und sich gut bewährt hat. „Aber die Konstruktion ist aus den 90er Jahren, sie ist hinüber.“ Also werden nur zwei kleine Wackeltiere und die Findlinge wieder Verwendung finden.

Die neue Wasserlandschaft soll nach etwa einwöchigen Abbrucharbeiten entstehen. Die Wasserhöhe im Becken wird aufgrund des angeschrägten Bodens sanft ansteigen, und dank eines Überlaufs 30 Zentimeter nicht überschreiten. Zu dieser etwa 120 Quadratmeter großen Plansch-Fläche gehört ein etwas kleinerer Sandbereich, der im Sommer zum Herummatschen genutzt werden kann. Dafür gibt es verschiedene Spielgeräte, mit denen die Kinder das Wasser bewegen können. „Die Auswahl war groß, und wir haben uns von Hamburger Kollegen beraten lassen, was dort gut ankommt.“

Die geplanten Spritzpumpen und Sprudeldüsen werden mit moderner Wassertechnik betrieben, und die Zuleitung aus der Wakenitz wird ebenfalls erneuert. Vorgesehen ist, dass das Becken nachts weitgehend leer ist und am Morgen wieder vollläuft. „So vermeiden wir Algenbildung und der Untergrund wird nicht so rutschig“, erklärt Schott. Für die Unterbringung der benötigten elektrischen Anlage wird ein kleines Häuschen gebaut, an das sich ein Aufenthaltsplatz mit Schutzdach anschließt. „Dort wird es Tische und Bänke geben, denn Familien und Schulklassen kommen gerne für Ausflüge und Picknick hierher“, sagt Schott.

Auch das hohe Podest mit Wendeltreppe, das jetzt noch steht, wird komplett abgerissen. Das Material ist alt und die Ursprungsidee trägt auch nicht mehr, so der Stellvertreter. „Es wurde 1976 gebaut, als man noch auf die Wakenitz und die Lübeck-Silhouette sehen konnte.“ Inzwischen sind die Bäume aber so groß, dass es diesen Ausblick nicht mehr gibt. Die zum Podest gehörende Rutschkonstruktion wird ausrangiert und anderswo verwendet. „Wir haben hier inzwischen tolle neue Rutschen.“

Die Neueröffnung des Platzes ist für Anfang September vorgesehen, und Schott betont angesichts der 525000-Euro-Maßnahme die Bedeutung der Fläche. „Der Spielplatz ist nicht nur für den Stadtteil, sondern für ganz Lübeck und Umgebung ein Anziehungspunkt.“ Für die weitere Attraktivitätssteigerung ist ein zweiter Bauabschnitt (Frühjahr 2018) geplant. Er soll die alte Rollschuhbahn auf dem über 40 Jahre alten Platz betreffen. „Wir planen eine Balancierstrecke mit Kletterparcours, und wollen Lübecker Kinder in die Planung einbeziehen.“ Diesbezüglich sei man mit der Schule Marli im Gespräch, die eine Skulptur für das neue Areal gestaltet.

Angefahren wird die Baustelle über die Alexanderstraße, so dass die Fahrzeuge für Materiallieferungen im Schritttempo durch den Park müssen. Etwa Hundert Meter von den Radladern entfernt sitzt Michael Faust mit Emma (20 Monate) im Sand und ist gespannt auf die Neugestaltung. „Wenn es wieder einen Wasserspielplatz gibt, kommen wir bestimmt noch öfter.“

 Cosima Künzel

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