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Lübeck „7-Türme-Gericht“ fällt 2017 aus
Lokales Lübeck „7-Türme-Gericht“ fällt 2017 aus
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22:13 15.11.2016
Gewohntes Bild in der Rotunde der Musik- und Kongresshalle: An festlich gedeckten Tischen tafeln die Gäste aller Altersgruppen, während die Gastronomen aus Lübeck und Umgebung die Gerichte an Ort und Stelle zubereiten. FOTOS: OLAF MALZAHN
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Zwischen 18 und 22 Gerichten mit Fisch oder Fleisch, vegetarisch oder vielleicht sogar vegan, frisch zubereitet vor den Augen der Gäste, dazu erlesene Weine, Softgetränke – und das alles für 39 Euro: Das „7-Türme-Gericht“ ist ein echter Renner, der stets im frühen Frühjahr in der Musik- und Kongresshalle stattfindet. „Wir beginnen immer im Januar mit dem Kartenverkauf – binnen Stunden sind eigentlich immer alle 650 Eintrittskarten weg“, sagt Frank Senger, Direktor des Holiday Inn und stellvertretender Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Lübeck.

Sanierung der Musik- und Kongresshalle sorgt für Terminprobleme der beliebten Veranstaltung.

Doch die Veranstaltung, die dazu dient, die Vielfalt der Lübecker Restaurants zu präsentieren, fällt im 38. Jahr aus. Das haben Vize Senger und Dehoga-Vorsitzender Jens Musche gemeinsam entschieden.

„Im kommenden Jahr wird die Traditionsveranstaltung eine kleine Pause einlegen“, so Senger, der aber versichert: „2018 wird es wieder ein ,7-Türme-Gericht‘ geben, auch unsere Sponsoren, die Sparkasse zu Lübeck und Chefs Culinar, haben ihre Unterstützung zugesagt.“

Als Grund für die Absage 2017 nennt Senger den Umbau der Musik- und Kongresshalle (MuK). Dadurch könne man den üblichen Termin – direkt nach der Fachmesse „Internorga“ – nicht bekommen. „Und zum Ausweichtermin haben wir nicht genügend Gastronomen zusammenbekommen.“ Da er und Jens Musche sich aber einig gewesen seien, dass man zwecks Qualitätserhalt mindestens 18 Gastronomen mit ihren jeweiligen Gerichten brauche, habe man die Veranstaltung lieber ganz abgesagt.

Denn eine alternative Location für den Wunschtermin, so Senger, sei auch nicht so leicht zu finden. „In der MuK ist die Veranstaltung ziemlich gut eingespielt, da haben wir die entsprechende Infrastruktur, die wir woanders erst noch schaffen müssten.“ Was die Veranstaltung teurer machen würde – auch für den Gast.

Man bedauere den Ausfall der beliebten Veranstaltung zutiefst, habe sich aber bewusst für die Pause entschlossen, da man „allen Teilnehmern und Gästen das Niveau und die Vielfältigkeit des Highlight-Events der vergangenen Jahre“

bieten wolle.

Zu den Säulen der beliebten Veranstaltung – erste Kartenanfragen kommen laut Senger meist schon vor Weihnachten – gehören das „Potter’s“, der Rats- und der Kartoffelkeller, die Schiffergesellschaft und das Schabbelhaus.

Jedes Restaurant kreiert sein eigenes Gericht. „Ich lasse zwar allen freie Hand, bekomme aber immer eine Liste der Speisen. Wenn ich sehe, dass ein Gericht zwei- oder dreimal dabei ist, spreche ich mit den Gastronomen“, erklärt Senger. Bisher sei es nie ein Problem gewesen, beispielsweise vom Dorsch in Senfsauce abzurücken und den Gästen etwas anderes zu kredenzen. Jedes Gericht, das bei der Großveranstaltung in der MuK gezaubert wird, bietet das jeweilige Restaurant dann ein Jahr lang an – zu Sonderkonditionen, versteht sich.

Beliebte Tradition

37 Mal hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Lübeck das „7-Türme-Gericht“ mit Gastronomen aus Lübeck und Umgebung bisher ausgerichtet.

Bis zu 650 Gäste haben die Wahl zwischen 18 bis 22 Gerichten. Theoretisch könnte jeder Gast alles probieren – praktisch dürfte das unmöglich sein. Regionalität ist wichtig: Mindestens 60 Prozent der Zutaten müssen aus Schleswig-Holstein stammen.

 Sabine Risch

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