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Lübeck 70 Jahre vereint
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20:40 18.12.2017
Hilde und Gustav Junker feiern Gnadenhochzeit. Quelle: Foto: Fbo
St. Lorenz Nord

„Am 1. Dezember 1945 lernten wir uns in Kronsforde kennen“, weiß die 89-Jährige noch ganz genau. Dort seien sie immer in das ansässige Tanzlokal gegangen, in dem sich auch ihre Wege das erste Mal kreuzten. „Weil er immer Hunger hatte nach dem Krieg, musste ich ihm immer ein Brot mitbringen“, erzählt sie etwas amüsiert. Schnell entschieden sie, dass der damals 23 Jahre alte Gustav zu Hildes Familie nach Oberbüssau ziehen sollte.

Zwei Jahre später, 1947, war es dann soweit. In der Geniner Kirche gaben sie sich das Jawort. „Mit Pferd und Wagen sind wir bei Schneetreiben von Büssau zur Kirche gefahren“, sagt Gustav Junker. Sie im geliehenen Brautkleid einer berühmten Opernsängerin und er mit einem Anzug seines Kollegen. „Zu der Hochzeitsfeier wurde alles zusammengeschustert und danach in Oberbüssau ordentlich gefeiert. Wie das früher eben so war“, erzählen die beiden Kinder der Kriegsgeneration. Gustav Junker ist in Ostpreußen geboren und aufgewachsen. Mit 19 Jahren wurde er Soldat bei der preußischen Kriegsmarine. Zum Ende des Krieges führte ihn sein Weg in Richtung Lübeck, wo er später als Beamter bei der Telekom arbeitete. Hilde Junker ist ein Weihnachtskind. Am 24. Dezember 1927 um 8 Uhr abends erblickte sie das Licht der Welt und arbeitete später als Haushälterin und Büroangestellte. Und während sie beide von ihrem bewegten gemeinsamen Leben erzählen, wird schnell deutlich: Die beiden sind wie füreinander gemacht.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam so alt geworden sind. Das ist eine Seltenheit“, sagt Gustav Junker bescheiden. Und mit ihrer Gnadenhochzeit haben sie gezeigt, dass eine Ehe ein Leben lang halten kann.

fbo

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