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Lübeck 70 neue Arbeitsplätze bei Mach AG
Lokales Lübeck 70 neue Arbeitsplätze bei Mach AG
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20:10 01.08.2018
Lena Müller-Ontjes führt Wirtschaftsminister Bernd Buchholz einen Prototyp vor, der das Bearbeiten von Bauanträgen in der Zukunft erleichtern soll. Quelle: Foto: Max Von Schwartz
St. Jürgen

4,5 Millionen Euro kostet der Neubau. Dieser wird nach Fertigstellung im Dezember gemeinsam mit der Lübecker Firma Gestigon genutzt. Gestigon ist ebenfalls ein Softwareunternehmen, welches sich auf die Erkennung von Gesten spezialisiert hat.

„Mach hat hier ein ganz klares Bekenntnis zum Standort und zum Expandieren in Lübeck abgelegt, was ich wirklich toll finde“, sagte der Minister. „Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit Mach Schleswig-Holstein zum Vorzeige-Bundesland in Sachen Digitalisierung machen können. Dies muss unser Anspruch sein“, so Buchholz weiter. Sichtlich beeindruckt war der Minister von den Plänen, die ihm von Rolf Sahre vorgestellt wurden. „Wir werden hier 70 neue Arbeitsplätze für Lübeck schaffen“, kündigte der Vorstandsvorsitzende der Mach AG an.

„Außerdem arbeiten wir hier mit einem fortschrittlichen Innenraum-Design“, so Sahre. „Wir setzen auf eine möglichst offene Arbeitsatmosphäre, das heißt, dass wir große Räume ohne Zwischenwände haben werden.“

Diese großen Räume sollen eine Fläche von rund 3500 Quadratmetern einnehmen. Im Untergeschoss wird Gestigon einziehen, außerdem soll eine Filiale der Sparkasse entstehen. Auf dieser Fläche soll auch eng mit der Universität zu Lübeck und der Fachhochschule zusammengearbeitet werden. „Hier können wir vieles von den Studierenden lernen, die frische Ideen mitbringen“, erklärte Sahre. „Die Studierenden können wiederum aber auch Dinge von uns lernen, von denen sie profitieren können.“

In der Maria-Goeppert- Straße entstehen im Moment viele Start-up-Unternehmen, die sich mit dem Thema Technik befassen. Sahre hofft, dass sich in der Zukunft daraus ein wahres Technikzentrum entwickelt. „Gemeinsam können wir hier Fortschritt gestalten“, meinte er. „Auch zusammen mit Gestigon werden wir Erfahrungen austauschen können, die die beiden Unternehmen bereichern werden.“

Ebenfalls wurde ein sogenanntes Showcase dem Minister vorgeführt. Es handelt sich dabei um eine Art Prototyp. Das Produkt wurde bereits im Juni auf der Technikmesse Cebit in Hannover ausgestellt.

Dort gab es viel Lob für den Prototypen. Lena Müller-Ontjes, Leiterin des Produktdesigns bei Mach, führte die Innovation vor. „Es geht hier primär darum, die Arbeit von Bauämtern zu digitalisieren.“

Dabei wird mit einem Tablet-Computer gearbeitet. Durch sogenannte Augumented Reality soll der Bauplan vom Tablet erkannt und in einem 3-D-Modell auf dem Display des Tablets dargestellt werden. Einige Bauämter hätten schon Interesse gezeigt. „Somit wird sämtliches Papier im Prozess des Bauantrags eliminiert. Alles funktioniert über die App. Außerdem kann der Bauherr sein Haus schon ansehen, bevor es fertig ist, nicht nur als zweidimensionale Zeichnung, sondern auch als dreidimensionales Modell“, so Müller-Ontjes.

Der komplette Prozess soll dann in der App stattfinden. Dadurch, erhofft sich die Produktdesignerin, dass der Bauantrag in Zukunft beschleunigt und vereinfacht werden kann. Noch ist das Produkt, welches Müller-Ontjes vorführte, nicht im Einsatz. Es ist jedoch die erste Innovation des „Joined Innovation Labs“, das die Mach AG in den neuen Räumen einrichten möchte. mvs

LN

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