Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck 78-Jähriger auf Fahrradweg getötet - Verdächtiger in U-Haft
Lokales Lübeck 78-Jähriger auf Fahrradweg getötet - Verdächtiger in U-Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:41 27.12.2017
Der Tote lag in der Baltischen Allee in Lübeck, in der Nähe wurde ein Fahrrad gefunden.  Quelle: Holger Kröger
Anzeige
Lübeck

Es ist früh am Weihnachtsmorgen gegen 7 Uhr. In der Baltischen Allee ist ein Zeuge auf dem Heimweg von der Arbeit. Kurz vor der Einmündung Malmöstraße trifft er auf einen 44-jährigen Mann, der neben einem Fahrrad steht. Am Boden vor ihm liegt ein älterer, blutender Mann. Der Zeuge hilft sofort, ruft einen Notarzt und versucht die Person zu reanimieren. Kurz darauf kommen Notarzt sowie Sanitäter. Auch sie probieren, das Leben des Mannes zu retten. Doch die Verletzungen sind so schwer, dass der Rentner an der Straßenkreuzung stirbt. Währenddessen verschwindet der 44-Jährige vom Ort des Geschehens.

Foto: Jeb

Kurz darauf treffen die Polizisten ein, der Ersthelfer liefert eine sehr gute Beschreibung des 44-Jährigen. Die Beamten machen sich auf die Suche, eine Polizeistreife erkennt den Mann im Niederbüssauer Weg und nimmt ihn fest. Nach LN-Informationen ist der Mann der Polizei bekannt. Wenige Stunden später erlässt die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Mann – wegen des Verdachts auf Totschlag. „Er ist nach dem aktuellen Ermittlungsstand dringend verdächtig, den 78-Jährigen getötet zu haben“, teilt Dr. Ulla Hingst, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, mit. Der 44-Jährige wird in die Justizvollzugsanstalt Lübeck gebracht. Er schweigt zu den Vorwürfen.

Foto: Jeb

Am Tatort hat die Lübecker Berufsfeuerwehr bereits am frühen Morgen ein kleines Zelt aufgestellt. Die Mitarbeiter der Spurensicherung und der Gerichtsmedizin sind vor Ort und schließen ihre Arbeit gegen Mittag ab. Der 78-jährigen Tote wird in der Rechtsmedizin obduziert. Die Lübecker Staatsanwaltschaft und die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck leiten die Ermittlungen. Zum Ergebnis der Obduktion, dem genauen Hergang der Tat und einem möglichen Motiv machen sie allerdings keine Angaben.

Foto: Kröger

Doch offenbar war der Mann am frühen Weihnachtsmorgen gegen 7 Uhr auf dem Weg von seiner Wohnung in die Lübecker Innenstadt. Ersten Meldungen zufolge soll er in einer nahegelegenen Spielhalle Geld gewonnen haben, dann verfolgt und getötet worden sein. Dann wäre es Raubmord gewesen. Die Berichte berufen sich auf Zeugenaussagen. Die Polizei indes erklärt, es gebe derzeit keine Hinweise, dass der Mann zuvor in einer Spielhalle Geld gewonnen habe. Sie sucht aber dringend nach Zeugen, die gesehen haben, was passiert ist. Wer das Geschehen am frühen Weihnachtsmorgen in der Baltischen Allee beobachtet oder einen Radfahrer und einen Fußgänger in der Nähe gesehen hat, den bittet die Polizei sich unter Telefon 04 51/13 10 zu melden.

Von Josephine von Zastrow und Jens Burmeister

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige