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Lübeck 8000 Besucher beim Drachenbootfestival
Lokales Lübeck 8000 Besucher beim Drachenbootfestival
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22:16 03.09.2016
Die rund 200 Meter lange Strecke im Klughafen verlangt den Teilnehmern alles ab, neben Kraft sind Teamgeist und Rhythmus gefragt. Quelle: Maxwitat
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Das bunte Treiben erinnert ein bisschen an eine Straßenszene während des Kölner Karnevals. Zwei Zauberfeen mit grünen Röcken hopsen vergnügt über das Festivalgelände, schaurige Zombies schauen sich nach kalten Getränken um, ein smart gekleideter Schotte bläst in einen Dudelsack. Dass sich der Besucher nicht auf das rheinische Volksfest verirrt hat, sondern das farbenfrohe Spektakel des 14. Drachenbootfestivals erlebt, wird ihm spätestens am Ufer des Klughafens klar. Trotz wolkenbedeckten Himmels und hanseatischen Nieselregens schätzt Veranstalter Jens Baschant von Cargo-Events-Team, dass rund 8000 Zuschauer das Sportereignis verfolgen.

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In der Bildergalerie finden Sie viele Fotos vom Drachenbootrennen 2016 in Lübeck.

Im Sekundentakt stechen die Besatzungen von fünf Booten ihre Paddel ins Wasser und schieben sich in rasanter Geschwindigkeit intervallmäßig nach vorn. Rhythmisches Getrommel und Anfeuerungsrufe im Chor hallen über den Kanal. Schon eine Zehntelsekunde kann im Zieleinlauf den Unterschied ausmachen.

Ein nicht ganz glücklicher Bienenschwarm steigt nach Erreichen des vierten Platzes im zweiten Vorlauf aus dem Boot. „Da war mehr drin“, ist die einhellige Meinung des Teams auszumachen. Mit ihren schwarz-gelben T-Shirts, Brillen und Fühlerhaarreifen setzt das Team „Bienenflotte“ (Schwartauer Werke) immerhin einen weiteren farblichen Höhepunkt während des Wettkampfes. „Dafür, dass viele zum ersten Mal dabei sind, ist das Ergebnis doch okay“, bemüht sich Trommlerin und Kapitän Vanessa Goertz um tröstende Worte.

Auch im Team „Lötspitzen“ (Prettl Electronics) hadern die Paddler mit einem vierten Platz in einem der drei Vorläufe. „Der Start lief wirklich gut, aber durch unterschiedliche Kommandos von Trommler und Steuermann sind wir etwas aus dem Takt gekommen“, sagt Christina Schwegmann, die sich mit ihrem Teamkameraden für rote Drachenmützen entschied.

Die ausgefallenen Verkleidungen schweißen nicht nur die rund 1200 Teilnehmer der knapp 60 Mannschaften zusammen, sondern bereiten auch den Zuschauern eine einmalige Veranstaltung.

Die knapp 60 verkleideten Mannschaften zeigen eindrucksvoll, wie Teamsport funktioniert. „Wir arbeiten immer als Team zusammen“, sagt Justine Schimank, die wie ihre Kollegen der anästhesiologischen Station des Uniklinikums mit hellblauen OP-Hauben und Mundschutz an Bord geht. Aktionen wie das Drachenbootfestival würden die Klinikmitarbeiter für ihren anstrengenden Job zusätzlich motivieren. Die Phase des Motivierens beginne dabei vor dem Rennen, verrät Ole Parschau. „Bei uns feuert jeder auf eine andere Art an“, sagt der Kapitän des Firmenteams von Greif-Velox. Auf dem Wasser gibt dann jede der Besatzungen Vollgas – ob als paddelnde Bienen, Drachen oder Zombies. Die schnellsten Boote schaffen die rund 200 Meter lange Strecke in weniger als einer Minute. Jede Mannschaft ist in einem von drei Vorläufen gefordert, die zehn besten Boote qualifizieren sich für den Endlauf.

Wer es nicht unter die Top 10 der flottesten Drachenboote schafft, bekommt in der Kategorie der schönsten Kostüme eine weitere Chance auf den Sieg. Nach zwei kräftezehrenden Finalläufen dürfen sich die Teams „Feige Power“und „Euroliner“ stolz Sieger nennen. Gleich nach der Siegerehrung geht das furiose Festival dann weiter. Bei Live-Musik und Aftershowparty tanzen und feiern bunte Fantasiegestalten gemeinsam.

Spannende Finalläufe

Das Team „Feige Power“ gewinnt in einem packenden Finaldurchlauf mit einer Zeit von 01:01,7 und einem Vorsprung von zwei Zehntelsekunden vor dem Team „Wache’s Rolling Mechanics“.

Den dritten Platz sichern sich die „Baadercudas“. Bei den schönsten Booten siegen die „Euroliner“ mit einer Zeit von 01:07,5 vor dem Team „C. C. Horror Picture Show“ und dem „Marzipanb(r)oot“. Die schnellste Zeit des Tages erreichen die „Dräger Dragons“ bereits in einem der drei Vorläufe.

 Christoph Brandt

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