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Lübeck A 1 bleibt Dauerbaustelle
Lokales Lübeck A 1 bleibt Dauerbaustelle
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21:35 17.09.2017
Die Baustelle wurde bereits vergangene Woche eingerichtet. Quelle: Mantik
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Heißt konkret: 2018 wird zwischen den beiden Anschlussstellen in Neustadt sowie zwischen Lensahn und Oldenburg Süd in beide Richtungen die Fahrbahndecke erneuert. Kostenpunkt: acht Millionen Euro, Bauzeit vier Monate. Landesbetriebs-Leiter Jens Sommerburg sagt: „Wir versuchen, den Tourismus zu entlasten und im Frühjahr wie Spätsommer zu bauen.“ Der endgültige Zeitplan stehe aber noch nicht fest.

Die Autobahn bleibt im Fokus. Eine weit aufwendigere Maßnahme steht ab etwa 2020 an. Es handelt sich um die Fortsetzung der aktuellen Großbaustelle zwischen Bad Schwartau und Sereetz. Weiter geht es dann bis Neustadt, ein Abschnitt von 25 Kilometern – mal zwei, nämlich in beide Richtungen. Kostenvolumen: etwa 60 Millionen Euro. Sommerburg dazu: „Dies ist Teil unserer Strategie. Der Bund muss hierfür noch die Gelder freigeben.“ Er sei diesbezüglich aber zuversichtlich, die Kassen des Bundes seien voll. Probleme könnte womöglich die Fahrbahnbreite machen, wenn es darum gehe, den Verkehr in beide Richtungen einspurig abzuwickeln. Jens Sommerburg erläutert: „Hierzu müssen wir noch eine Strategie festlegen.“ Gerade im nördlichen Abschnitt sei die Fahrbahn nicht breit genug. Für Details wie diese aber sei es noch zu früh.

Bei dieser Maßnahme ist es auch nicht mit einer Fahrbahnerneuerung getan. Eine grundlegende Sanierung ist angesagt. Zeitrahmen: vier Jahre. Und: Es wird auch im Sommer in der touristischen Saison gebaut. Hinzu kommt ab 2018 die geplante 380-Kilovolt-Starkstromtrasse sowie die Schienenanbindung der festen Fehmarnbeltquerung. Sommerburg verspricht: „Da, wo es möglich ist, werden wir die Maßnahmen mit der Bahn abstimmen.“ Man befinde sich im engen Austausch.

Für den Tourismuskreis Ostholstein, der zig Millionen Euro in Hotels und Ferienprojekte gesteckt hat, ist der Zeitpunkt all dieser weiteren Baustellen denkbar ungünstig. Wie beim Beispiel Heiligenhafen. Dort wurden mehrere Hotels sowie ein Luxus-Resort gebaut, die sich auf dem Markt zu etablieren beginnen. Das Geld, das ausgegeben wurde, muss wieder in die Kasse gespült werden. Der dortige Tourismusleiter Manfred Wohnrade sagt: „Baustellen bringen ja für alle Betroffenen immer Einschränkungen und Ärger. Wer wüsste das besser als wir? Trotzdem haben wir Verständnis für die anstehenden Arbeiten, denn letztlich dienen sie am Ende auch unseren Gästen.“ Man hoffe natürlich auf eine kluge Planung und einen regen Informationsfluss, damit die Informationen auch an die an- und abreisenden Gäste weitergeben können.

Auf Fehmarn sagt Oliver Behncke: „Sollten unsere Gäste 2020 die eigentlich staufreie Schienenstrecke nutzen wollen, wird diese zeitgleich von einer vierjährigen Sperrung der Schienenstrecke beglückt.“ Schienenersatzverkehre werden sich auch durch Staus drängeln müssen, die dann in Sanierungsbaustellen der A1 und im vierspurigen Ausbau der B 207 ab Großenbrode feststecken werden. Behncke: „Ganz zu schweigen von den 200 Lastwagen-Bewegungen am Tag bei der Baustelle zur Beltquerung und anstehender Bauarbeiten für eine neue Sundquerung.“

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