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Lübeck A-20-Baustelle: Gewerbegebiet wird tagelang abgeschnitten
Lokales Lübeck A-20-Baustelle: Gewerbegebiet wird tagelang abgeschnitten
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11:52 07.02.2017
Ist vom 12. bis 17. September voll gesperrt: Die Anschlussstelle Genin in Richtung Rostock. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Geduldsprobe für Unternehmen und Beschäftigte im Gewerbegebiet Genin: Ab dem morgigen Montag erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr die Anschlussstelle Genin der Autobahn 20. Sechs Tage lang, bis zum 17. September, wird die Anschlussstelle in Fahrtrichtung Rostock voll gesperrt.

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Ist vom 12. bis 17. September voll gesperrt: Die Anschlussstelle Genin in Richtung Rostock.

„Ich erwarte ein Riesen-Chaos“, sagt Detlef Zielke, Vorsitzender des Gewerbevereins „Wir in Genin“ und Inhaber eines Autohauses.

Über 350 Firmen mit mehr als 3500 Mitarbeitern seien in dem Gewerbegebiet, das von der A 20 bis zum Kolosseum reicht, ansässig, sagt Zielke. Darunter so große Unternehmen wie Dräger, Baader und Erasco. Schon jetzt hätten viele Betriebe erhebliche Probleme durch die Sperrung der Possehl-Brücke. Zielke: „Es hätte uns sehr geholfen, wenn der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr mit der Maßnahme gewartet hätte, bis die Possehl-Brücke fertig ist.“

Größtes Unternehmen im Gewerbegebiet ist der Medizintechnik-Konzern Dräger. 2500 von 5000 Lübecker Beschäftigten arbeiten in der Revalstraße. „ Wir gehen davon aus, dass die Vollsperrung Auswirkungen auf Mitarbeiter und externe Lieferanten haben wird“, sagt Unternehmenssprecherin Melanie Kamann. Dräger weiß aber nicht, mit welchen Verkehrsmitteln und auf welchen Strecken die Mitarbeiter zur Arbeit fahren. „Wir kennen auch die Routen unserer Lieferanten nicht“, erklärt Kamann. Sicher dagegen ist, dass der interne Werksverkehr sich auf Probleme einstellt.

Massiv betroffen ist der Abschleppdienst Muhlack, der in unmittelbarer Nähe der A 20 sitzt. „Die Erreichbarkeit ist hinüber“, erklärt Firmenchef Mathias Muhlack: „Ein bis zwei Tage Vollsperrung gingen, aber fast eine ganze Woche ist sportlich.“ Der Abschleppunternehmer: „Mitarbeiter, die aus Ostholstein kommen, müssen eine halbe Stunde früher losfahren.“ Um zu Kunden zu gelangen, müssten die Mitarbeiter eine halbe Stunde zusätzlich für An- und Abfahrt einrechnen. Der Unternehmer: „Das zahlt uns keiner.“

41000 Fahrzeuge sind täglich auf dem Autobahn-Abschnitt zwischen dem Kreuz Lübeck und der Anschlussstelle Genin unterwegs. Nach Zählungen des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr fahren rund 9000 Fahrzeuge an der Anschlussstelle Genin auf die Autobahn oder verlassen sie. Da die A 20 in Richtung Lübeck weiterhin befahren werden kann, werde das Gewerbegebiet „nicht in Gänze abgehängt“, erklärt Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. 500 Meter Fahrbahn, die von der Autobahn zu den Rampen führen, seien bisher bei der Sanierung ausgespart worden. Die müssten jetzt gemacht werden. „Wir können den Verkehr nicht darüber hinweg führen“, erklärt Sommerburg. Dass diese Maßnahme vom 12. bis 17. September dauere, seien „ganz normale Arbeitsraten“. Die offiziellen Umleitungen führen über die Anschlussstelle Lübeck Süd.

 Kai Dordowsky

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