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Lübeck A1: Lkw rauscht in Baustelle
Lokales Lübeck A1: Lkw rauscht in Baustelle
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22:52 22.08.2016
Mit vereinten Kräften pumpen Feuerwehrmänner rund 800 Liter Dieselkraftstoff aus dem kaputten Tank des Lasters. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Wieder einmal ist eine Baustelle zu einem ungewollten Verkehrshindernis geworden. Auf dem Autobahnabschnitt der A 1 zwischen Lübeck und Bad Schwartau kommt am Montagmorgen ein Lastwagen Richtung Grünstreifen ab und kollidiert mit gleich mehreren Baken.

Auf der A1 zwischen Lübeck Zentrum in Richtung Bad Schwartau ist am Montagmorgen gegen 7.50 Uhr ein Lkw in eine Baustelle gefahren.

Nachdem der Sattelzug die die Baustelle begrenzenden Baken durchbrochen hat, fährt er noch etwa 150 Meter weiter, ehe er endlich auf der Fahrbahn stehenbleibt. Der Fahrer kommt mit dem Schrecken, aber ohne Verletzungen davon. Der untere Teil der Frontseite der Sattelzugmaschine ist komplett ramponiert. Viel schlimmer noch: Durch das Überfahren der Baustellenbaken reißt der Tank des Fahrzeuges auf. Dieselkraftstoff fließt aus dem nahezu vollgetankten Laster.

Derzeit ist noch nicht geklärt, wie es zu der ungeplanten Bakendurchquerung kommen konnte. „Wir vermuten, dass der Unfall aus einer Unachtsamkeit des Fahrers heraus entstand“, sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Ein technisches Versagen am Fahrzeug haben die Beamten nicht feststellen können, gegen den Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Der Fahrer selbst bestreitet seine Schuld. „Nach Aussage des Fahrers war ein technischer Defekt ausschlaggebend“, sagt Jürgen Kobarg vom gleichnamigen Transportunternehmen aus Oldenburg in Holstein.

Das Fahrzeug der Firma sei mit Bodenmaterial beladen in Richtung Fehmarn unterwegs gewesen. Um 7.52 Uhr kommt der Sattelzug kurz hinter der Autobahnauffahrt Lübeck-Zentrum von der Fahrbahn ab und zerstört dabei 20 Baken. Der Schaden am Lkw liegt bei 10 000 Euro. Auf den durch gelbe Markierungen neu gekennzeichneten Fahrbahnen bleibt Fahrzeugen hier weniger Platz als üblich. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit ist auf 60 Kilometer pro Stunde begrenzt. Der 33-jährige Fahrer aus Mecklenburg bleibt unverletzt. Rund dreißig Feuerwehrmänner kümmern sich nach dem Unfall um die Erstversorgung und das Abpumpen des defekten Dieseltanks. Mit Auffangbehältern und einer explosionsgeschützten Pumpe können 800 Liter Flüssigkeit abgepumpt werden. Explosionsgefahr habe nicht bestanden, versichert Feuerwehrsprecher Stefan Kunz. Die Polizei sperrt die rechte Spur vorübergehend, so dass sich die Autos bis auf zwei Kilometer Länge stauen.

Christoph Brandt

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