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Lübeck Ab in den Wald: Lernen in der Natur
Lokales Lübeck Ab in den Wald: Lernen in der Natur
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21:56 13.08.2016

Christoph Benett, Sprecher der Kreisjägerschaft, hat Sorge, dass viele Kinder und Jugendliche den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. „Sie kennen sich nicht mehr aus“, beklagt er. Wald und Flur seien für viele ein Buch mit sieben Siegeln.

Die Kreisjägerschaft will mit Aktionen und Projekten junge Menschen wieder an die Natur heranführen und blickt dabei auf das seit Jahren verwaiste Tierparkgelände in Israelsdorf. Es sei ein idealer Standort für ein Umweltbildungszentrum, das eine Vielzahl von Möglichkeiten böte, gerade den Kindern des digitalen Zeitalters die Natur näher zu bringen. Benett: „Dieses Umweltbildungszentrum im Nordosten der Stadt wäre eine ideale Ergänzung des Lehrreviers Moorgarten der Kreisjägerschaft im Südwesten.“

Zwei Ferienpassaktionen der Kreisjägerschaft im Lehrrevier Moorgarten sollen am kommenden Donnerstag, 18. August, und am Donnerstag, 25. August, bei Kindern die Freude an Flora und Fauna wecken. An diesen beiden Tagen gehört Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren der Hochsitz. Sie werden mit Jägern auf die Pirsch gehen und die Tiere des Waldes beobachten. Vor dem Walderlebnis gibt es von Jäger Ernst Pnischak, dem Leiter des Lehrreviers, eine Einweisung in der Jagdhütte. Die naturnahe Ferienpassaktion beginnt an den beiden Donnerstagen um 18 Uhr, gegen 21.30 Uhr kehren die Kinder aus dem Wald zurück und versammeln sich mit ihren Eltern vor der Jagdhütte am Grill.

Diese Ferienpassaktionen waren bereits im vergangenen Jahr heiß begehrt, auch am 27. Juli, der ersten Waldaktion dieses Jahres, waren die 15 teilnehmenden Jungen und Mädchen begeistert von den Begegnungen mit Rehen, Füchsen, Kröten und Bussarden.

Anmeldungen für die Pirsch am 18. und 25. August nehmen Ernst Pnischak (pnischer@gmx.de und Christoph Benett (Telefon: 0163/ 653 74 85) entgegen.

Dass Lübeck so reich an Natur ist, hat zuweilen auch problematische Folgen: Wildbegegnungen auf der Straße und in den Vorgärten. Vor wenigen Tagen kollidierte ein Auto am Ortseingang von Israelsdorf in Höhe der Katharinenwiese mit einem Wildschwein. Derzeit häufen sich auf den Straßen, aber auch in den heimischen Gärten die Begegnungen mit Rehen. Auch wenn die sogenannte „Blattzeit“ ausklingt, rät die Kreisjägerschaft die Autofahrer zur Umsicht: Noch immer machen liebestolle Rehe Straßen unsicher. Gefahrenpunkte sind nach Aussage von Christoph Benett die Wesloer Landstraße und die Mecklenburger Straße. Aber auch auf der Medebekstraße zwischen Karlshof und Israelsdorf und im Übrigen auf allen Straßen, die durch Waldgebiete führen, sei erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer vonnöten. In Lübeck gibt es jährlich zehn bis 20 Kollisionen zwischen Rehen und Autos.

Dass Rehe zuweilen im Garten stehen und sich an Rosen und Funkien laben, oder dass Wildschweine dort leckere Pflaumen auflesen, ist für Benett ein normaler Vorgang auf naturnah gelegenen Lübecker Grundstücken. Wer diese Eindringlinge aussperren will, müsse Gegenmaßnahmen ergreifen und zum Beispiel einen Wildschutzzaun setzen. Benett: „Wir müssen lernen, mit der Natur umzugehen.“

 Torsten Teichmann

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