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Lübeck Abfahrt A 20 gesperrt: Autofahrer genervt
Lokales Lübeck Abfahrt A 20 gesperrt: Autofahrer genervt
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20:56 04.10.2016
Die Umleitung von der A1 nach Rostock und Bad Segeberg führte über die Kieler Straße.

Autofahrer, die gestern auf der A 1 aus Richtung Hamburg nach Lübeck unterwegs waren, mussten viel Geduld und starke Nerven haben. Entweder standen sie im Stau oder mussten kilometerlange Umwege fahren. Zeitweise kam es bis nach Lübeck hinein zu Verkehrsbehinderungen.

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Weil die Rampen von der A 1 Richtung Rostock und Bad Segeberg saniert werden müssen, kam es gestern im Bereich des Autobahnkreuzes Lübeck zu erheblichen Staus und langen Wartezeiten.

Der Stau

Aufgrund von Sanierungsarbeiten der Fahrbahn stockte der Verkehr vor allem zwischen Reinfeld und Lübeck-Moisling. Der Grund: Wer aus Richtung Hamburg kam, der konnte am Kreuz Lübeck nicht Richtung Rostock oder Bad Segeberg abfahren. Die Verkehrsteilnehmer mussten bis zur Anschlussstelle Lübeck-Moisling fahren und von dort zurück auf die A 1 Richtung Süden. Das „Wendemanöver“ über die Kieler Straße führte zu Verkehrsbehinderungen. Laut Polizeisprecher Stefan Muhtz staute sich der Verkehr auf der A 1 vor allem im Berufsverkehr.

Mit langen Wartezeiten muss am Kreuz Lübeck nun noch fast eine Woche lang gerechnet werden. „Man muss sich leider darauf einstellen und den Bereich möglichst umfahren“, sagt Ulf Evert, Sprecher des ADAC in Schleswig-Holstein. „Ich weiß, dass das schwierig ist, aber es muss halt gemacht werden.“ Die Baustelle am Kreuz Lübeck ist nur eine von vielen. Auch in Richtung Süden gab es Stillstand auf der A 1, und überall im ganzen Norden wird den Autofahrern derzeit viel Geduld abverlangt.

Die Baustelle

Grund für den Stau ist, dass seit gestern im Kreuz Lübeck die Abfahrten zur A 20 gesperrt sind. Betroffen ist die A 1 aus Richtung Süden kommend, wo die Rampen Richtung Rostock und Bad Segeberg saniert werden. „Die Arbeiten sind nötig, weil die Fahrbahnschichten in einem Alter sind, in dem sie dringend erneuert werden müssen“, erklärt Britta Lüth vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr.

Laut stellvertretender Leiterin der Niederlassung Lübeck ist die Strecke 2001 für den Verkehr freigegeben worden und daher schon 15 Jahre alt.

Der Zeitrahmen

Vorgesehen sind die Arbeiten bis Montag, 10. Oktober. Den Zeitraum habe man in Absprache mit der Stadt Lübeck bewusst so gewählt, damit der verkaufsoffene Sonntag (2. Oktober) und die Citti-Park-Eröffnung nicht betroffen waren, so Lüth. Aber auch eine Terminverschiebung nach hinten sei schlecht möglich gewesen. „Die Rampe aus Hamburg kommend Richtung Rostock ist die, die die höchste Verkehrsbelastung hat. Wir wollten sie möglichst vor Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein fertigstellen“, sagt Lüth.

Im Anschluss an diese erste Sanierung werden die beiden Rampen von der A 20 auf die A 1 in Richtung Lübeck gesperrt. Diese Maßnahme steht zwischen 12. und 17. Oktober auf dem Plan. Die Rampen westlich der A 1 müssen noch nicht ausgebessert werden. Laut Lüth sind sie in besserem Zustand.

Die Autofahrer

Friederike Glosch (26) ist verärgert, als sie im Parkhaus am Citti- Park aus dem Wagen steigt. „Das nervt wirklich“, sagt die Autofahrerin aus Schretstaken (Kreis Herzogtum Lauenburg), die aufgrund der Baustelle einen Umweg über Lübeck-Zentrum gefahren ist. „In Höhe Moisling war alles dicht, also bin ich weitergefahren, obwohl ich schon so gut wie bei der Arbeit war.“ Auch Rabea Ehler (42) musste von Reinfeld nach Lübeck einen Schlenker über die B 75 machen. „Ich habe eine halbe Stunde länger als sonst gebraucht.“ Allerdings will sie sich darüber nicht mehr aufregen, „es ist doch andauernd etwas gesperrt“.

 Cosima Künzel

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