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Lübeck Abschied vom interkulturellen Sommer
Lokales Lübeck Abschied vom interkulturellen Sommer
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20:27 01.08.2016
Trotz Regenwetters: Die Veranstalter des interkulturellen Sommers feiern im Schulgarten. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Da hätte Petrus doch mal ein Auge zudrücken können: Pünktlich zur Abschlussveranstaltung des interkulturellen Sommers prasselte – wie schon im vergangenen Jahr – auch an diesem Sonntag der Regen auf die Gäste im Schulgarten an der Wakenitz ein. Unter den vielen farbigen Regenschirmen lugten trotzdem fröhliche Gesichter hervor. „So haben wenigstens die vielen Pflanzen etwas davon, ihnen tut der Regen sicher gut“, sagte einer der Schirmherren, Schulleiter Matthias Isecke-Vogelsang, mit einem Lächeln.

„Menschen kamen sich näher, die sich ohne den interkulturellen Sommer wohl nie getroffen hätten.“Kathrin Weiher, Kultursenatorin

Die Veranstalter blicken gerne auf die vielen bunten Aktionen des Sommers zurück. „Bei über hundert verschiedenen Workshops, Führungen und Vorträgen hatten wir viel Spaß“, sagte eine der Koordinatorinnen, Christiane Wiebe von der Volkshochschule, bei ihrer Begrüßung. Gemeinsam mit Belen D. Amodia von der Bürgerakademie hatte sie die Angebote organisiert.

Dank des interkulturellen Sommers seien Menschen einander nähergekommen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten, stellte Kultursenatorin und Schirmherrin Kathrin Weiher fest. „Wir können doch nichts Besseres tun, als Menschen in Deutschland willkommen zu heißen und miteinander in einen kulturellen Austausch zu kommen.“ Für eine friedliche Gesellschaft seien daher Veranstaltungen wie diese wichtig, so Weiher, denn „die Mehrheit der Menschen will schließlich in Frieden miteinander leben.“ Für das gelebte Engagement und eine aufgeschlossenen Kultur an der Gotthard-Kühl-Schule lobte sie den Schulleiter und zweiten Schirmherren des interkulturellen Sommers, Matthias Isecke-Vogelsang, besonders. „Seine Schule ist ein Schmelztiegel von unterschiedlichen Nationen und ich bewundere seine Arbeit.“

Der Schulleiter selbst blickte ebenso zufrieden auf die vergangenen zwei Monate zurück. „Bei all den Unterschieden sollten wir erkennen, dass es gemeinsame Werte zwischen allen Kulturen gibt und der gemeinsamste ist das Menschsein“, so Isecke-Vogelsang.

Mit einem kleinen Picknick und einer fachkundigen Führung durch den Schulgarten von Gundel Granow, Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung des Schulgartens, fand die Veranstaltung ihren Abschluss im sommerlich blühenden Garten. „Hier in Lübecks Kleinod ist der Sommer noch nicht zu Ende“, sagte sie lächelnd. Am 20. August wird hier nämlich der Tag des Schulgartens begangen. Zwischen 13 und 18 Uhr wird es neben einer Bienenwand und einem biologischem Lehrpfad zahlreiches Informationsmaterial über die dort lebenden Pflanzen und Tiere geben. Außerdem soll bis Mitte des Monats das Café neben dem Gewächshaus eröffnet werden.

Elisabeth Riedel

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