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Lübeck Abschied von Pastor Jochen Schultz
Lokales Lübeck Abschied von Pastor Jochen Schultz
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21:12 27.12.2017
Neun Jahre hat Jochen Schultz das Jugendpfarramt geleitet. Quelle: Foto: Kk-Ll

Angefangen hat Jochen Schultz im alten Kirchenkreis Lübeck, kurz bevor die Fusion mit dem ehemaligen Kirchenkreis Lauenburg vollzogen wurde. Sein Auftrag: Eine gemeinsame Jugendarbeit für den neuen Kirchenkreis zu erarbeiten. Während es im Lauenburgischen eine aktive gesamtgemeindliche Jugendarbeit gab, lag der Schwerpunkt in der heutigen Propstei Lübeck mit der Evangelischen Jugend Lübeck auf Verbandsebene. „Wir haben in Rekordzeit eine gemeinsame Grundlage geschaffen, auf der die heutige Jugendarbeit wachsen konnte“, erinnert sich Jochen Schultz. Im Jugendwerk haben sich beide Ansätze auf Augenhöhe zusammengetan.

Erstes Ergebnis war die Entwicklung einer Jugendordnung, in dem ein Jugendausschuss auf Kirchenkreisebene installiert wurde. Das Besondere: die Jugendlichen selbst hatten von Beginn an die Stimmenmehrheit. „Das war für viele neu, und wir wurden schon ein wenig skeptisch beäugt“, erinnert sich Schultz. Immerhin hat das Gremium über wichtige Dinge wie Finanzen und Personal entschieden.

Heute ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in allen Belangen, die sie betreffen, sogar vorgeschrieben.

Neben der Teilhabe der Jugendlichen war die flächendeckende Jugendarbeit ein großes Anliegen von Jochen Schultz. Die Idee war 2010 genauso einfach wie gewagt: Wenn sich zwei oder mehr Kirchengemeinden zusammentun und die Finanzierung der Hälfte einer Diakonenstelle sichern, gibt der Kirchenkreis die andere Hälfte der Finanzierung dazu. Aktuell wird in acht Regionen, an denen insgesamt 25 Kirchengemeinden beteiligt sind, Jugendarbeit angeboten. Zusammen mit den hauptamtlichen Jugendarbeitenden einzelner Gemeinden gibt es somit immerhin in der Hälfte der Gemeinden des Kirchenkreises professionelle Jugendarbeit. „Das war und ist nordkirchenweit einzigartig“, so Schultz.

Die Arbeit des Jugendpfarramtes ist aufgegangen. Das Programm ist umfangreich, die Anmeldezahlen zu den Kursen sind gut, und es gibt viele Jugendliche, die sich zu Teamern ausbilden lassen und an Jugendleitercard-Kursen teilnehmen. „Mein persönlicher Höhepunkt des Jahres ist die Dankfeier“, sagt Jochen Schultz. Zum Ende des Jahres laden die Hauptamtlichen die Ehrenamtlichen zu einem Fest ein.

Mehrere hundert Jugendliche aus dem ganzen Kirchenkreis kommen zusammen und werden für ihre Arbeit geehrt – mit gutem Essen, Musik und Kultur.

In einem Gottesdienst am Sonntag, 25. März, um 15 Uhr, in der St.-Petri-Kirche Ratzeburg wird Pastor Jochen Schultz aus seinem Amt offiziell verabschiedet.

LN

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