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21:18 16.09.2013
Ganz vorsichtig: Lisa Marie gibt den Schweinen ein bisschen Gras und Klee, während ihre kleine Schwester Klara Sophie sich lieber auf Abstand geht und sich an Papa Heiko Schumacher drängt. Quelle: Foto: Lutz Roeßler

Ackern auf dem Acker, toben auf der Strohburg, mutig sein in luftiger Höhe, schlemmen in der Scheune: Dies und mehr genossen am Sonntag viele, viele Familien beim traditionellen Kartoffelfest auf dem Ringstedtenhof. Landwirt Ludger Grothues zog gestern eine positive Bilanz.

„Es ist ein bisschen wie Ostereiersuchen“, sagt Marvin Laske (22), der kassiert und kleine und große Säcke ausgibt. Binnen zweieinhalb Stunden habe er schon 50 bis 60 Kunden gehabt — „das ist ziemlich gut“. Kartoffeln der Sorte „Ballerina“ hat das Team um Landwirt Ludger Grothues extra auf einen relativ zentral gelegenen Acker gepflanzt — neben dem Ponyreiten und dem Kletterangebot von „Exeo“ das wohl beliebteste Angebot an diesem Sonntag. Überall auf dem Acker stehen Familien — die Eltern buddeln, die Kinder sammeln und sacken ein. Die weiße Hose von Steffanie Schumacher (47) und die Lackschuhe von Tochter Gianna (9) sind zwar nicht ganz so geeignet für die Ackerarbeit, aber Spaß haben die beiden, die regelmäßig zum Kartoffelfest auf den Ringstedtenhof kommen, trotzdem. „Ich finde es toll, dass man hier so viele Kartoffeln finden, toben und Tiere sehen kann“, sagt Gianna und sammelt weiter, „denn wir müssen fünf Säcke mitnehmen“.

Am Freigehege der Schweine tummeln sich derweil meist kleinere Kinder. Gucken, ein bisschen Klee zum Fressen hinhalten — das gefällt auch Lisa Marie (7) und Klara Sophie (5). Während zwischen den Scheunen die Dieter Prigge Band Jazziges spielt, stärken sich die Besucher mit allerlei Kartoffel- Leckereien. Wie Katrin Moll (46) und Jens Siegfried (40), die gerade anstehen, während die Kinder „basteln, klettern, toben“ — weshalb die Familie Stammgast beim Kartoffelfest ist. Natürlich gibt es auch Kaffee und Kuchen. „Die ehemaligen Absolventen des ökologischen Jahrs kommen zum Kartoffelfest aus ganz Deutschland hierher, um zu helfen“, erzählt Christoph Beckmann-Roden vom Verein Landwege. „Dieses Mal haben sie 50 Blech Kuchen gebacken.“

Dafür, dass sich Parkplatz und Gelände schon ab 11 Uhr gefüllt haben, gibt es eine Erklärung: „Seit die Eltern des Landkindergartens immer einen Flohmarkt machen, ist hier schon früh eine Menge los“, sagt Cornelia Klaffke von Landwege. Viel los ist auch am Stand von „Exeo“. Kinder können, gut seilgesichert, eine Leiter erklimmen, sich in 7,50 Meter Höhe auf eine Plattform stellen und dann „springen“. Unten steht Moritz Punke (23), der die Kinder anleitet und sie sicher wieder nach unten bringt. Malena (8) hat erst leichte Probleme, sich freihändig auf der wackeligen Plattform aufzurichten, doch dann springt sie — und gibt ihrem kleinen Bruder Thore, der nach ihr an der Reihe ist, noch einen Tipp: „Einfach nach oben gucken, nie nach unten“. Der hält sich daran und kommt stolz unten an.

„Wir kommen jedes Jahr hierher, weil es ein schönes Angebot für die Kinder ist.“
Katrin Moll (46)

Sabine Risch

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