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Lübeck Ärger an der Uniklinik: Parken wird deutlich teurer
Lokales Lübeck Ärger an der Uniklinik: Parken wird deutlich teurer
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11:36 19.10.2012
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Lübeck

Neue Parkplätze für die Uniklinik: Patienten, Besucher und Mitarbeiter sollen ihre Autos künftig in einem Parkhaus abstellen können. Das neue Gebäude sei nötig, weil durch den Ausbau des Zentralklinikums voraussichtlich diverse Parkflächen wegfielen, sagt UKSH- Sprecher Oliver Grieve. Die Folge: Selbst nach Fertigstellung des Parkhauses sollen mit 1492 weniger Stellplätze vorhanden sein als bisher (1549). Jedoch würden am neuen Verwaltungszentrum in der Maria-Goeppert-Straße auch Parkplätze für die Mitarbeiter entstehen, so Grieve, weshalb im Endeffekt dennoch Parkraum gewonnen werde. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Bau kommenden Sommer beginnen und 2014 abgeschlossen sein. Das Parkhaus steht voraussichtlich bei den Versorgungsgebäuden links vom Zentralklinikum. Bislang befindet sich dort ein normaler Parkplatz. „Geplant ist ein Gebäude mit drei Obergeschossen und einem Untergeschoss“, so Barbara Müller vom Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH). „Wir befinden uns derzeit im Planungsstadium“, sagt Grieve, es liefen Verhandlungen mit Behörden und Fachplanern sowie die Ausschreibung der Baumaßnahme. Derzeit wird zudem ein von der GMSH beauftragtes Verkehrsgutachten erstellt. Über die Kosten des Projekts gibt es bisher keine Informationen. Grieve: „In dieser Wettbewerbsphase möchten wir mit so wenigen Details wie möglich an die Öffentlichkeit gehen.“ Der Bau soll laut GMSH in einem Wettbewerbsverfahren vergeben werden. Fest steht bisher: Die Kosten für den Bau trägt ausschließlich das UKSH.Innerhalb der Klinik erntet der Neubau Beifall, der Großteil der Bediensteten ist für das Parkhaus. „Es muss kommen“, sagt Dr. Hauke Nielsen vom wissenschaftlichen Personalrat. Er spricht für rund 1000 Akademiker am UKSH. Aber: Zur Finanzierung will die Uniklinik ab dem 1. Januar die bisherige Monatsgebühr für einen Mitarbeiter-Stellplatz von derzeit 11,90 auf voraussichtlich 20 Euro anheben – im ersten Vorschlag standen noch 40 Euro. Sobald das Parkhaus steht, sollen 35 Euro monatlich berechnet werden. „Wir haben schon Widerspruch eingelegt“, sagt Nielsen. Manche UKSH-Servicemitarbeiter gingen ihm zufolge mit 1000 Euro netto nach Hause, Ärzte zum Beispiel verdienen mehr. Der Personalrat sagt, die Verdreifachung der Gebühren „wird unsozial und Konflikte schaffen“. Es drohe ein „Zwei-Klassen-Parkhaus“.Die Gegenmaßnahme sei eine Staffelung nach Gehältern. Personalrat Nielsen glaubt daher, dass der aktuelle Gebühren-Vorschlag der Klinikleitung noch nicht die letzte Option gewesen ist. „20 Euro sind unsere Schmerzgrenze“, sagt der Mediziner. „Bis zu diesem Punkt wäre die Akzeptanz noch da.“ Wie recht er damit hat, zeigt ein Blick ins UKSH. „Der erste Vorschlag hat für Unmut gesorgt“, so Krankenpfleger Ingo Schaffenberg. Die nun geplanten 20 Euro könne sich dagegen jeder noch leisten. „Der Vorschlag ist sozial.“Möglich ist auch eine andere Option: Besucher und Patienten sind laut UKSH-Sprecher Grieve zunächst nicht von der Gebührenerhöhung betroffen. Sie zahlen ab Januar weiterhin einen Euro pro Stunde oder maximal zehn Euro am Tag. Eine Anhebung nach Parkhaus-Fertigstellung schließt er jedoch nicht aus, der Unterhalt koste schließlich ebenfalls Geld. Grieve: „Über diese Umlage könnten vielleicht auch die Angestellten-Parkplätze mitfinanziert werden.“

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