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Lübeck Aggressive Katze greift Fußgängerin an Falkenwiese an
Lokales Lübeck Aggressive Katze greift Fußgängerin an Falkenwiese an
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21:13 13.05.2016
Das flaue Gefühl bleibt: Birgit Nickel und Hundedame „Aisa“ passieren nach dem Angriff nur ungern die parkenden Autos. Quelle: Petersen

Dreimal täglich gehen Birgit Nickel und ihre zwölfjährige Hundedame „Aisa“ an der Falkenwiese und der Wakenitz entlang. So auch vor einigen Tagen, doch der Spaziergang endet mit einem Schrecken und einem Besuch in der Notaufnahme. Als das Duo auf dem Nachhauseweg in die Straße „An der Falkenwiese“ abbiegt, erschnüffelt die angeleinte Mischlingshündin unter einem parkenden Auto eine Katze.

„Sie hat gebellt, deswegen hat sich die Katze erschrocken und ,Aisa‘ angegriffen – das ist ja auch völlig normal“, erinnert sich Hundehalterin Nickel. Als das dunkel gestreifte Tier unter dem Auto hervorschießt, stellt sich Birgit Nickel geistesgegenwärtig dazwischen. Mit Folgen, denn das aggressive und wütende Tier greift auch sie an, verbeißt sich in ihre Wade und lässt nicht mehr los. „Bei kämpfenden Hunden würde ich nicht dazwischen gehen, aber ich war von dem Angriff der Katze wirklich überrascht“, so Nickel, die selbst jahrzehntelang Katzenbesitzerin war.

An die Attacke kann sich die erschrockene Spaziergängerin sehr genau erinnern: „Eine Dame von der gegenüberliegenden Straßenseite rief mir zu, ich solle weitergehen und versuchen, die Katze abzuschütteln.“ Erst in diesem Moment sei ihr bewusst geworden, dass sie wie angewurzelt stehen geblieben war – mit der wütenden und beißenden Katze am Hosenbein. „Zum Glück hatte ich eine dicke Hose und sogar Halbstiefel an“, so Nickel. Trotzdem trägt sie einige Bisswunden und Kratzer davon, die medizinisch behandelt werden müssen. „Katzenbisse sind gefährlich“, erklärt Tierärztin Stephanie Klominek. Die spitzen Zähne dringen tief ins Gewebe ein – Bakterien aus dem Katzenspeichel gelangen so in die Bisswunde, das Infektionsrisiko ist hoch. „Damit ist tatsächlich nicht zu spaßen – eine antibiotische Versorgung ist nötig.“

Auch einige Tage nach dem Vorfall geht Nickel nur noch ungern an den parkenden Autos an der Falkenwiese entlang. Vorsichtshalber hat sie sogar Tierabwehrspray dabei. „Ich glaube aber nicht, dass ich mich trauen würde, das Spray einzusetzen“, sagt sie. Die Hundehalterin hat mehrere Zettel an der Falkenwiese verteilt und hofft, dass die Besitzer der Katze sich bei ihr melden. Einige Anrufe hat Birgit Nickel schon erhalten, aber der Besitzer der Katze war noch nicht darunter. „Wenn sich der Katzenhalter nicht ermitteln lässt, werde ich veranlassen, dass das Tier eingefangen wird, um andere zu schützen“, so Nickel.

tp

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