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Lübeck Aktionstag mit Führungen und Fußball
Lokales Lübeck Aktionstag mit Führungen und Fußball
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09:25 16.03.2016
Hunderte Menschen kamen im vergangenen Jahr zum Aktionstag auf den Markt. Quelle: Roeßler

In diesem Jahr organisiert die Initiative „Klopf Klopf — Lübeck ist weltoffen“ nicht nur Führungen, Andachten, Gespräche und Stadtspaziergänge, um an die Zeit des Nationalsozialismus in Lübeck zu erinnern. Beim Aktionstag am Sonnabend, 19. März, findet erstmals auch eine interkulturelle Mini-Fußball-WM auf dem Markt statt. Denn der Themenschwerpunkt liegt diesmal auf dem Umgang mit Flüchtlingen in Lübeck — sowohl in der Nachkriegszeit als auch heute.

Der Verein

2012 fand der erste Aktionstag der Initiative „Klopf Klopf — Lübeck ist weltoffen“ statt. Mit den Veranstaltungen sollte ein Zeichen gegen die Neonazis gesetzt werden, die regelmäßig zum Jahrestag der Bombardierung Lübecks am Palmsonntag 1942 demonstrierten. Seit 2013 gibt es diese Demonstrationen nicht mehr, der Aktionstag aber bleibt.

„Wir nehmen unsere Aufgabe für Lübeck an, uns mit den Migranten, dem Umgang mit ihnen und ihrer Geschichte zu befassen“, sagt Antje Peters-Hirt, Programmplanerin des Aktionstages. „Denn die Zukunft unserer Demokratie wird sich daran entscheiden, wie wir mit den zu uns drängenden Schutzsuchenden umgehen.“

Bei dem Sportereignis im Herzen der Altstadt (ab 11 Uhr) werden acht Fußballteams mit je fünf Spielern gegeneinander antreten. Dafür wird ein zehn mal 15 Meter großes Feld aus Kunstrasen aufgebaut.

Auf dem Platz stehen Flüchtlinge und Einheimische aus Lübecker Fußballvereinen. Diese Idee des gemeinsamen Erlebens sei das Wesentliche an der Mini-WM, betonen die Mitorganisatoren Sven Theißen vom VfB Lübeck und Philip Borth vom Lübeck Management. Die Endrunde beginnt um 14 Uhr.

Außerdem findet in St. Marien eine ökumenische Andacht statt (um 12.30 Uhr), und die offizielle Eröffnung des Aktionstags ist später auf dem Markt geplant (13 Uhr). Als weiteres Programm stehen am Vormittag und am Nachmittag Führungen und Spaziergänge zu bestimmten Themen auf dem Plan. So können sich die Teilnehmer in der Innenstadt und Umgebung über die Geschichte des Nationalsozialismus in der Hansestadt informieren. Ein Spaziergang in St. Lorenz Süd (ab 10.30 Uhr) beispielsweise zeigt, welche Folgen der Angriff 1942 für diesen Stadtteil hatte.

Eine Führung durch St. Lorenz Nord (ab 10.30 Uhr) stellt diesen Stadtteil als Ort der Solidarität mit Flüchtlingen vor. Die historischen Spaziergänge am Nachmittag (siehe Grafik) dauern zwischen 90 und 120 Minuten. Die Einteilung beginnt um 13.45 Uhr, und ab 14 Uhr führen sie vom Markt sternförmig in die Altstadt. Ein Weg führt zur Synagoge in der St.-Annen-Straße, ein anderer durch die Große Burgstraße, ins Domviertel und an viele Orte mehr. „Die zehn Spaziergänge nehmen historische Themen aus der Nazizeit auf“, sagt Peters-Hirt. „Und dabei schildern Bürger anderen Bürgern an verschiedenen Stationen unterschiedliche Facetten der Ereignisse.“ Auch im Vorfeld gibt es Veranstaltungen. Am heutigen Mittwoch, 16. März, berichten Flüchtlinge von der Lage in ihrer Heimat, ihrer Flucht und der Hoffnung auf ein neues Leben. „Leben in einem neuen Land“ beginnt um 19.30 Uhr in der Volkshochschule, Falkenplatz 10, der Eintritt ist frei. Morgen wird der Film „Wiedersehen mit Brundibar“ im Kino Koki, Mengstraße 43, gezeigt. Er beginnt um 18 Uhr.

• Mehr Informationen zum Aktionstag unter www.klopfklopf.net.

Von H. Kabel und C. Künzel

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