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Lübeck Als das Karstadt-Billigkaufhaus Kepa noch in Lübeck stand
Lokales Lübeck Als das Karstadt-Billigkaufhaus Kepa noch in Lübeck stand
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16:44 08.03.2017
Schon vor den Schäden, die der Zweite Weltkrieg in der Innenstadt anrichtete, war der Verkehrsfluss in Ost-West-Richtung ein Dauerthema der Stadtplanung. Quelle: KRIPGANS (LN-Archiv)
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Lübeck

Schon vor den Schäden, die der Zweite Weltkrieg in der Innenstadt anrichtete, war der Verkehrsfluss in Ost-West-Richtung ein Dauerthema der Stadtplanung. Erst die Zerstörungen an der Krähenstraße machten einen durchgehenden Straßenzug vom Holstentor bis zur 1936 eingeweihten Rehderbrücke möglich: Die Wahmstraße, die bis dahin am Balauerfohr endete, wurde direkt mit der Krähenstraße verbunden. Damit gab man sich aber 1963, als dieses Bild entstand, noch nicht zufrieden. Wie bei allen Planungen dieser Zeit spielte das Auto eine entscheidende Rolle: Die Fahrbahn sollte auf zwölf Meter verbreitert werden.

Vergleichen Sie die beiden Fotos selbst mit unserem interaktiven Slider:

Gebäude aus der Kaiserzeit hatten in den 60er-Jahren in der Öffentlichkeit keinen besonderen Stellenwert. Die Planer verfuhren damit genauso unsentimental wie ihre Nachfolger 2013 mit der 50er-Jahre-Bebauung des Gründungsviertels. Das Gebäude des Karstadt-Billigkaufhauses Kepa (auf dem Bild am vorderen Ende des Busses) wurde bald nach Entstehung des Fotos ebenso abgerissen wie das Eckhaus auf der rechten Seite und seine beiden Nachbarhäuser. Kepa bekam an gleicher Stelle einen im Erdgeschoss von der Straße zurückgesetzten Neubau – heute das Haus von Karstadt Sports. Der Neubau an der Ecke – heute das Haus des Juweliergeschäfts Mahlberg – griff den Eindruck von Symmetrie, den die Erkertürmchen auf beiden Seiten des Entrees zur Altstadt erzeugt hatten, nicht wieder auf.

Klicken Sie sich in dieser Galerie durch Fotos von Lübecker Straßen, Gebäuden und Plätzen aus dem LN-Archiv, die wir mit aktuellen Aufnahmen vergleichen.

Dazu fallen viele Details ins Auge: das Kopfsteinpflaster, die Straßenbahnschienen, das „Bahnhofs-Hotel“, das seinen Namen vermutlich noch vom ersten Bahnhofsstandort am Holstentor her hatte; und schließlich die Autos, die die Herzen heutiger Oldtimer-Liebhaber erfreuen: Opel Rekord, DKW Meisterklasse, zwei VW-Käfer-Modelle.

KAB

 

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