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Lübeck Als die Bäume in Buntekuh noch klein waren
Lokales Lübeck Als die Bäume in Buntekuh noch klein waren
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16:09 12.07.2017
Der neue Stadtteil Buntekuh war Anfang der 70er Jahre vor allem für junge Familien interessant - wie heute der Hochschulstadtteil. Quelle: KRIPGANS
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Bäume wachsen langsamer als Häuser. Der Stadtteil Buntekuh entstand in den 60er Jahren in kurzer Zeit. Wie 40 Jahre später der Hochschulstadtteil war er ein begehrtes Wohnviertel für junge Familien.

Klicken Sie sich in dieser Galerie durch Fotos von Lübecker Straßen, Gebäuden und Plätzen aus dem LN-Archiv, die wir mit aktuellen Aufnahmen vergleichen.

Das Foto entstand 1972 auf der Fußgängerbrücke, die Buntekuh und St. Lorenz Süd verbindet, im Volksmund „Kamelbrücke“ genannt. Zu dieser Zeit war die Infrastruktur Buntekuhs im Großen und Ganzen komplett. Es gab eine Schule, eine Kirche, ein Einkaufszentrum, Busverbindungen.

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Einen Stadtteil so aus dem Boden zu stampfen, ist keine geringe Leistung. Auf dem alten Bild, auf dem die Bäume noch nicht alles verdecken, lässt sich gut erkennen, dass es den Planern keineswegs nur darum ging, möglichst viele Wohnungen auf möglichst engem Raum zu bauen. Sie legten Wert auf eine Mischung verschiedener Wohnformen, wie sie im Bild zu sehen ist: links Reihenhäuser, in der Mitte das mächtige Karavellen-Hochhaus und rechts die viergeschossigen Mietshäuser.

Doch bis ein Neubaugebiet wirkt wie Teil eines städtischen Organismus, muss Zeit vergehen. Erst wenn Menschen hier längere Zeit gelebt haben, wenn die ersten Häuser renoviert werden müssen, wenn nicht mehr alles aus einem Guss ist, wenn die Bäume genug Zeit zum Wachsen gehabt haben: Dann beginnen auch die Steine zu leben.

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