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Lübeck Als man am Mühlentor für die Durchfahrt zahlen musste
Lokales Lübeck Als man am Mühlentor für die Durchfahrt zahlen musste
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13:29 12.07.2018
1858, als dieses Bild des inneren Mühlentors entstand, wurde man des Nachts zwar durchgelassen - aber nur gegen Geld. Quelle: WIKIMEDIA
Lübeck

Ein grenzenloses Europa? Mitte des 19. Jahrhunderts wären die Lübecker schon froh gewesen, wenn es zwischen der Innenstadt und ihren Vorstädten freien Reiseverkehr gegeben hätte. Wer spät abends oder frühmorgens in die Stadt hinein oder aus ihr hinaus wollte, der stand bis 1840 buchstäblich vor verschlossenen Toren.

Klicken Sie sich in dieser Galerie durch Fotos von Lübecker Straßen, Gebäuden und Plätzen aus dem LN-Archiv, die wir mit aktuellen Aufnahmen vergleichen.

1858, als das Bild des inneren Mühlentors entstand, wurde er zwar durchgelassen, aber nur gegen Geld.

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Vor diesem Hintergrund kann man verstehen, dass die Lübecker unsentimental genug waren, das 600 Jahre alte innere Mühlentor 1861 abzureißen - sogar noch bevor die unbeliebte Torsperre 1864 endlich aufgehoben wurde. Mit dem Holstentor oder dem Burgtor könnte das unscheinbare Gebäude heute ohnehin nicht konkurrieren.

Etwas anderes wäre es, wenn es um das äußere Mühlentor gegangen wäre, dessen Türme später als Vorbild des Hochbunkers am Mühlentorplatz dienten. Das Original war aber schon 1662 abgerissen worden.

Die Mühlenbrücke, heute eine beliebte Ausgehmeile, lag jenseits des hier abgebildeten Tors. Erst in den folgenden Jahrzehnten wurden dort die großen Häuser gebaut, von denen viele noch stehen.

Das einzige aber, was von 1858 bis heute überdauert hat, ist, ganz links im Bild, das Haus „Im alten Zolln“ - damals wie heute eine Gastwirtschaft.

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