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Lübeck Als noch Straßenbahngleise in der Königsstraße lagen
Lokales Lübeck Als noch Straßenbahngleise in der Königsstraße lagen
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16:44 08.03.2017
Dieses Bild mag um 1920 entstanden sein. Es zeigt einen Scherenschleifer vor der Katharinenkirche. Quelle: LN-Archiv
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Lübeck

Der Scherenschleifer ist im Märchen „Hans im Glück“ der letzte, der den arglosen Jüngling über den Tisch zieht, als der schon fast alles verloren hat. Tiefer, sollte das wohl heißen, kann man wirklich nicht mehr sinken. Besonders angesehen waren die fahrenden Scherenschleifer vermutlich auch vor 100 Jahren in Lübeck nicht.

Aber Kinder haben keine Vorurteile. Wenn es etwas zu sehen gibt, dann kommen sie. So ist es heute, und so war es, als dieses undatierte, von einer Leserin zugesandte Bild entstand – es mag um 1920 gewesen sein. Mit respektvollem Abstand stehen sie da und beobachten genau, was der Mann an seiner pedalbetriebenen Maschine macht.

Nur der Junge ganz links sieht nicht zu. Vielleicht muss er auf ein Geschwisterkind aufpassen, vielleicht findet er den Fotografen interessanter.

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Das Schauspiel wäre heute in der Innenstadt nicht mehr denkbar: Kleine Kinder, die ohne Erwachsene herumlaufen, gibt es kaum noch, und Scherenschleifer sind fast ausgestorben.

Aber die Kulisse hat sich nur wenig verändert: Die Figuren zwischen den drei gotischen Torbögen der Katharinenkirche fehlen und die Straßenbahngleise auf der Fahrbahn. Dort, wo früher die Litfaßsäule stand, steht jetzt eine Info-Stele.

KAB

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