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Lübeck Altstadt: Fahrrad ist bevorzugtes Verkehrsmittel
Lokales Lübeck Altstadt: Fahrrad ist bevorzugtes Verkehrsmittel
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11:22 18.08.2016
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Lübeck

Die Teilnehmerzahl steigt täglich. Über 1630 Hansestädter haben bereits an der großen LN-Umfrage zum Thema verkehrsberuhigte Altstadt teilgenommen. Gestern sind rund 750 Flyer zusammen mit blauen Sattelbezügen an Radfahrer im Bereich des Bahnhofes verteilt worden. Denn die Umfrage zeigt auch, dass ein Großteil der Teilnehmer (39 Prozent) meistens mit dem Fahrrad in die City fährt.

Holger Schwarzer (42) hat sein Rad gerade gegenüber des Bahnhofs abgestellt, als ihm LN-Helferin Merle Heins (23) einen Flyer überreicht. „Von mir aus könnten die Autos ganz raus aus der Altstadt“, sagt der Hotelfachmann, der fast alle Strecken mit seinem Zweirad erledigt. „Ich habe zwar ein Auto, bin aber damit seit mindestens zwei Jahren nicht mehr in die Altstadt gefahren.“

Mit Blick auf die Umfrage formuliert er zu seinem Plädoyer für eine autofreie Altstadt aber noch zwei Einschränkungen. „Für den Stadtverkehr muss die City offen bleiben.“ Weniger bewegliche Menschen dürften nicht benachteiligt werden, sagt der Lübecker und findet auch das Anwohnerparken unverzichtbar. Ansonsten könne die Hansestadt von weniger Autos nur profitieren. „Wer einmal auf einer autofreien Nordseeinsel Urlaub gemacht hat, der weiß, wie schön das ist.“

Ganz anders sieht es Wencke Oelgardt (33). „So wie es ist, läuft es doch gut“, sagt die Kauffrau und möchte den gegenwärtigen Zustand beibehalten. „Ich bin Autofahrerin und will die Innenstadt für wichtige Termine nach wie vor direkt anfahren können.“ Gegen zu viel Lärmbelästigung findet die Lübeckerin Maßnahmen wie die derzeitige Sanierung des Kobergs sinnvoll. „Der Flüsterasphalt wird sicherlich viel bringen.“

Während die LN-Helfer weiter Flyer verteilen, schauen Annette Gahn und Jutta Kühn (beide 66) interessiert zu. „Autos raus aus der Altstadt? Das find ich super“, sagt Gahn spontan. Sie persönlich erledige in der City alles zu Fuß, sagt sie. „Das geht prima.“ Allerdings müsse man gleichzeitig mit einer Verkehrsberuhigung mehr Angebote – auch für Touristen – entwickeln. „Leihfahrräder oder Fahrrad-Taxis könnten eine Alternative sein.“ Tom Petersen äußert seine Meinung aus der Sicht eines Touristen. „Ich war ein paar Tage in Lübeck und fand die Altstadt schön und sehr ruhig“, sagt der Urlauber aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Mit Blick auf Fahrräder in der Altstadt zeigt sich seit Jahren, dass die Zahl dieser Verkehrsteilnehmer konstant steigt. Momentan gibt es in der Innenstadt etwa 4400 Fahrradabstellplätze an Bügeln und anderen Fahrrad-Parkvorrichtungen, davon gut 1200 an Schulen. Laut Valessa Glisovic, stellvertretende Stadtsprecherin, wird das Angebot kontinuierlich ausgebaut.

„Große Sprünge sind hier aufgrund der Aufteilung des öffentlichen Raumes (Bewohnerparken) aber nicht möglich.“ Laut Stadt stehen momentan auch keine großen Radverkehrsmaßnahmen an. In der Regel werden hier ganze Straßenräume neu gestaltet – wie an der Untertrave oder im Gründungsviertel. „Die Belange des Fahrrads werden dann berücksichtigt, entsprechend seiner Bedeutung als Verkehrsmittel in der Altstadt.“

 Cosima Künzel

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