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Lübeck Ampel für die Possehlbrücke
Lokales Lübeck Ampel für die Possehlbrücke
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21:02 19.04.2017
Noch ist die Ampel verhüllt, aber schon am Montag soll der Verkehr dank der Anlage in beide Richtungen über die Possehlbrücke fließen. Quelle: Foto: Felix König
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St. Jürgen

 Denn die geplante Fertigstellung der Brücke war für Januar 2017 avisiert. Mittlerweile ist klar: Vor Juni 2018 rechnet niemand mit einer Fertigstellung.

In einem Gespräch zwischen der Interessengruppe „Wir in Genin“ und Bürgermeister Bernd Saxe wurde deshalb entschieden, die Signalanlage trotz der Bedenken von Fachleuten in Betrieb zu nehmen. Die Kosten für die Einrichtung der Engstellensignalisierung sowie die Umprogrammierung der übrigen Ampeln belaufen sich auf rund 25000 Euro. Allein die Montage und Programmierung der Baustellen-Ampel schlägt mit etwa 15000 Euro zu Buche.

Auch die benachbarten Ampeln zwischen der Einmündung Possehlstraße/Welsbachstraße und der kompletten Lachswehrallee bis hin zur Einmündung Moislinger Allee/Lachswehrallee und Moislinger Allee/Töpferweg mussten angepasst werden, um einen Rückstau auf die Brücke zu vermeiden. Die eigentliche Ampel auf der Possehlbrücke wird dabei vom Steuergerät der bereits vorhandenen Anlage Lachswehrallee/Possehlstraße mit angesteuert. Damit soll ein gegenläufiges Schalten beider Ampeln vermieden werden. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass sich zwischen den Signalanlagen Fahrzeuge aufstauen, so dass ein Passieren für Rettungsfahrzeuge nicht mehr möglich wäre. Besonders aufwendig war der Anschluss des Ampelmasts auf der Südseite der Brücke. Dazu mussten 250 Meter Kabel verlegt werden.

Weiterhin musste eine Lösung für die Feuerwehr gefunden werden. Die bisherige Verkehrsführung mit Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Innenstadt war aufgrund der Vorgaben der Feuerwehr entstanden. Im Falle eines Einsatzes wird die Ampel deshalb beide Fachrichtungen auf Rot schalten. Trotz der Möglichkeit die Possehlbrücke in beide Richtungen befahren zu können, bleibt der links-einbiegende Verkehr aus Richtung Buniamshof weiterhin gesperrt. Grund dafür ist die begrenzte Kapazität der Brücke. Pro Stunde können mit der neuen Ampel rund 360 bis 390 Fahrzeuge in jede Richtung die Brücke passieren. Geschätzt nutzen jedoch allein in Richtung Innenstadt in Spitzenstunden 1000 Fahrzeuge die Brücke. Aus diesem Grund geht der städtische Bereich Stadtgrün und Verkehr davon aus, dass sich ein Rückstau bis zum Berliner Platz einstellen wird.

Da die Signalanlage auf der Possehlbrücke zunächst nur als Verkehrsversuch angeordnet wird, wird eine Arbeitsgruppe, die aus Polizei, Straßenverkehrsbehörde, Verkehrsplanung, Stadtverkehr, Feuerwehr und dem städtischen Bereich Stadtgrün und Verkehr bestehen soll, den Verkehr genau beobachten. Sollten sich die Rückstaus so stark ausweiten, dass Berliner Platz, Lindenplatz und Holstentorplatz überlastet sind, wird entschieden, ob und wann der Verkehrsversuch gebenenfalls abgebrochen wird.

LN

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