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Lübeck Ansichten zum Bürgerkoffer
Lokales Lübeck Ansichten zum Bürgerkoffer
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21:15 21.06.2017
Von Hanno Kabel

Innensenator Hinsen möchte den Bürgerkoffer einführen, um die Stadt bürgernäher zu gestalten. Unter den Lübeckern gibt es dazu weit auseinandergehende Ansichten. Offenbar herrscht noch einige Verwirrung darüber, was der Bürgerkoffer leisten kann und soll.

Walter P. (66), Rentner, Kücknitz: „Das ist auf keinen Fall ein Ersatz für die Stadtteilbüros. In so einen Koffer passen doch im Leben nicht mehr als zwei, drei Bürger auf einmal rein.“

Lena M. (22), Studentin, Innenstadt: „Bürgerkoffer? Kriegt man den, wenn man seinen Reisepass abholt? Wäre keine schlechte Idee, aber ich bin eher eine Wanderurlauberin. Also, einen Bürgerrucksack fände ich besser.“

Jürgen M: (82), SED-Sekretär i. R., Eichholz: „Mit dem Bürgerkoffer fügt die herrschende Klasse ihren Privilegien ein weiteres hinzu. Zu meiner Zeit hätten wir als erstes einen Arbeiter- und Bauernkoffer eingeführt.“

Ulla D. (52), Heilpraktikerin, St. Jürgen: „Es wäre ein ganz tolles Zeichen der Achtsamkeit und Wertschätzung, wenn alle BewohnerInnen BürgerInnenkofferInnen bekämen. Für die Reise zu sich selbst.

Solange sie mit erneuerbarer Energie aus pflanzlichem Material nachhaltig hergestellt und fair gehandelt sind. Die Koffer, meine ich.“

Peter F. (32), IT-Fachmann, Vorwerk: „Ja, man sollte das ruhig mal ausprobieren. Ein Bürgermeister ist teuer im Unterhalt. Für das Geld könnte man hochwertige Software beschaffen, und dann könnte ich mir schon vorstellen, dass so ein Koffer den Job mindestens genauso gut macht.“

LN

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