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Lübeck Ansturm auf Brandt-Marke
Lokales Lübeck Ansturm auf Brandt-Marke
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18:15 02.11.2013
Norbert Kurt gehörte zu den Ersten, die die Brandt-Sondermarken im Museum kauften. Quelle: Heiko Pump
Lübeck

„Ich habe die Willy-Brandt-Sondermarke zusammen mit einem Ersttagsbrief gekauft, um sie meiner Enkelin zur Konfirmation zu schenken“, freut sich Gisela Nickel. Sie ist eine von vielen, die sich am Sonnabend bereits um elf Uhr im Willy-Brandt-Haus in der Königstraße angestellt haben, um die Sondermarke mit dem Konterfei des in Lübeck geborenen SPD-Politikers zu ergattern.

Geduldig warten die meist älteren Menschen in der langen Schlange vor dem eigens im Museum eingerichteten Postschalter. Dort haben Christian Oldenburg und Florian Szyszka alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen.

Die Post hat die Sondermarke in einer Auflage von fünf Millionen Stück herausgebracht. Die Ausgabe ist Teil einer großen Veranstaltungsreihe zum 100. Geburtstag des 1992 verstorbenen Bundeskanzlers, SPD-Politikers, Widerstandskämpfers und Friedensnobelpreisträgers. Am Museumsschalter können sich die Kunden ihre 58-Cent-Marke mit dem Sonderstempel „Kniefall von Warschau“ versehen lassen. Manche der Wartenden sind begeisterte Philatelisten, andere haben aber auch eine persönliche Beziehung zu dem in Lübeck geborenen und aufgewachsenen Willy Brandt. „Ich war mit seinem Halbbruder Günther Kuhlmann befreundet und habe ihn oft auf Familienfeiern getroffen“, erzählt Georg Jordan. „Damals war er schon Bürgermeister von Berlin und später Außenminister. Wir haben im Garten Kaffee getrunken und gemeinsam zum Akkordeon plattdeutsche Lieder gesungen“, erinnert sich Jordan, der sich ein Zehnerblatt der Sondermarken als Erinnerung kauft. Zuletzt habe er ihn auf einer Wahlkampfveranstaltung 1992 in Lübeck getroffen.

Nach 1993 ist die Marke das zweite Postwertzeichen mit dem Porträt Brandts, das vom Bundesfinanzministerium herausgegeben wurde. Der Grafiker Ingo Wulff hat Willy Brandt in einer für ihn typischen nachdenklichen Geste mit leicht schrägem Kopf auf der 58-Cent-Marke verewigt. Bis Schalterschluss um 17 Uhr wurden im Museum 1918 Sondermarken verkauft.

hp

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