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Lübeck Ansturm der Erstsemester auf die Universität
Lokales Lübeck Ansturm der Erstsemester auf die Universität
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22:45 10.10.2016
Bei der Erstsemesterbegrüßung der Universität in St. Petri gab eine Abordnung der Lübeck Pop Symphonics eine Kostprobe. Quelle: Olaf Malzahn
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Innenstadt/St. Jürgen

Mit einer Rekordzulassung im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs in Schleswig- Holstein geht die Universität zu Lübeck ins aktuelle Wintersemester.

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Bei der Erstsemesterbegrüßung der Universität in St. Petri gab eine Abordnung der Lübeck Pop Symphonics eine Kostprobe.

Bei 961 neuen Studentinnen und Studenten liegt die Erstsemesterzahl fast 40 Prozent über der des Vorjahres. Denn im Oktober 2015 waren es noch 697 Starter. „Darüber sind wir natürlich hocherfreut“, bekundete gestern Prof. Hendrik Lehnert, Präsident der Lübecker Hochschule, bei der Begrüßung der Neuankömmlinge in der Kulturkirche St. Petri.

Im Wesentlichen gehe diese Steigerung auf die Einführung von fünf neuen Studiengängen zurück; „aber der Zuspruch zeigt auch, dass wir uns in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erworben haben“, betonte Lehnert. Insgesamt hat die Universität jetzt 4205 Studierende. Damit liegt sie in der Hansestadt hinter der Fachhochschule, die bereits vergangene Woche ebenfalls einen neuen Höchstwert mit rund 1200 „Erstis“ vermeldete und an der aktuell über 4700 Studenten eingeschrieben sind, auf Platz zwei.

„Nimmt man noch die Bundespolizei sowie die Musikhochschule hinzu, nähern wir uns unaufhaltsam der 10000er Marke“, bemerkte Klaus Puschaddel, der als stellvertretender Stadtpräsident gestern die Grußworte der Bürgerschaft überbrachte. Dies sei sowohl eine große Herausforderung als auch eine große Chance für die Hansestadt. „Sie hier langfristig zu binden, sollte unser Ziel sein. Denn Sie sind das Zukunftspotenzial für unsere Wirtschaft und die Region“, sagte Puschaddel ans Auditorium gerichtet.

Trotz der neuen Rekorde sollen Raum-Engpässe auf dem Campus möglichst vermieden werden. „Dadurch, dass unser Sprachenzentrum in das alte Postgebäude in die Innenstadt gezogen ist, wurden Räume frei, die wir nun für Seminare nutzen können“, erklärte Rüdiger Labahn auf LN-Anfrage. Ansonsten sei aber in der Tat alles auf dem Campus bis auf den allerletzten Quadratmeter ausgebucht.

Ob in einzelnen Studiengängen Vorlesungen oder Praktika in die Abendstunden oder auf das Wochenende verlegt werden müssen, sei letztendlich noch nicht entschieden. Der Uni-Nachbar, die Fachhochschule, hatte bereits verkündet, im Laufe des Wintersemesters Container als Übergangslösung am Mönkhofer Weg aufstellen zu wollen.

Mehr Studenten bedeutet zudem mehr Nutzer in der Hochschulbibliothek sowie in den Mensen. Dass hier reagiert werden wird, kündigte Rüdiger Labahn an: „So werden wir zeitnah zusätzliche Arbeitsplätze in der Bibliothek schaffen.“ Und Kerstin Klostermann vom Studentenwerk Schleswig- Holstein sagte: „Wir fühlen uns im Bereich der Hochschulgastronomie gut gewappnet. So gibt es nun zum Beispiel alle warmen Mensagerichte zum Mitnehmen, falls kein Sitzplatz mehr frei sein sollte; außerdem ist via Frequenzanzeige auf unserer Website stets zu sehen, um wieviel Uhr der größte Ansturm ist.“

Schon in der vergangenen Woche hat der Stadtverkehr die aktuelle Entwicklung berücksichtigt. So verkehren nun jeden Morgen zwei zusätzliche Busse der Linie 9 aus der Innenstadt Richtung FH und Uni.

Nur die Wohnsituation scheint nach wie vor angespannt. „Ich habe bisher keine Wohnung bekommen, was ich auch schon von anderen gehört habe“, sagte gestern beispielsweise Malte Luttermann. Der 19-Jährige studiert an der Universität das Fach Informatik und pendelt fortan täglich von Mölln nach Lübeck.

Die neuen Studiengänge

Insgesamt 222 Erstsemester beginnen ihr Studium in einem der neuen Studiengänge Medizinische Ernährungswissenschaft (66), Robotik und Autonome Systeme (44), Physiotherapie (44), Biophysik (37) und IT-Sicherheit (31). Der nach wie vor stärkste Studiengang ist die Humanmedizin mit 191 Erstsemestern. Zusammengenommen bringen es die inzwischen fünf Informatik-Studiengänge bereits auf 271 „Erstis“. Außer den bereits genannten Fächern sind dies die Informatik selbst (79), die Medieninformatik (74) und die Medizinische Informatik (43).

 Michael Hollinde

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