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Lübeck Anwohner wollen Raser im Heiweg stoppen
Lokales Lübeck Anwohner wollen Raser im Heiweg stoppen
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Dass Vitus (7, v. l.), Tjark (3), Helene (7) und Beeke (5) auf dem Gehweg spielen, ist nur möglich, weil die Eltern aufpassen. Quelle: Foto: Olaf Malzahn

Die Häuser sind schon älter, aus den 1930er Jahren, wie einige Anwohner vermuten. Die Straße ist auch nicht mehr die neueste – sie ist schmal, die Gehwege sind abgesenkt und nur durch eine Regenrinne von der Fahrbahn getrennt. In den Häusern hat ein Generationenwechsel stattgefunden, viele junge Familien leben hier im Ortsteil Brandenbaum. Doch ihre Kinder lassen sie nicht allein vor die Tür gehen, denn: „Unsere Straße wird von vielen, darunter etliche mit NWM-Kennzeichen, als Ausweichstrecke für die Brandenbaumer Landstraße genutzt. Fast alle fahren deutlich schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde“, sagt Jost Bendixen (47), Vater zweier kleiner Söhne.

Das größte Problem für die Anwohner: Im Begegnungsverkehr wichen viele Autos auf die Gehwege aus, manchmal werde beidseitig darauf gefahren. Richtig schlimm sei es auch an Sonnabenden, denn dann finde am anderen Ende des Heiwegs ein Flohmarkt im Gewerbegebiet statt. Bendixen: „Die Hauptprobleme sind allerdings die Geschwindigkeit und das Überfahren der Gehwege – nicht die Menge des Durchgangsverkehrs.“ Schon die siebenjährige Helene sagt: „Die Autos rasen nur so an mir vorbei, wenn ich draußen bin.“

Weil auch die Radfahrer sich auf der Straße aufgrund der Rücksichtslosigkeit der Autofahrer unsicher fühlen, nutzen etliche mittlerweile verbotenerweise den Gehweg. Ein Nachbar von Bendixen hatte bereits Anfang 2015 einen Brief an den damaligen Innensenator Bernd Möller (Grüne) geschickt und die Situation geschildert. Das Thema sei, so erfuhren die Anwohner im November 2016, seit Behandlung im Arbeitskreis für Verkehrsfragen im Herbst 2015 in der Abteilung Verkehrsplanung zur Bearbeitung anhängig. Eine ganztägige Verkehrszählung mit Kennzeichenerfassung sollte mehr Aufschluss geben.

Zuletzt hieß es im November 2016, die Erhebungen seien ein großer Aufwand, bislang sei man leider nicht dazu gekommen. Zudem sei in den Wintermonaten aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse keine verlässliche Datenerhebung möglich. Deshalb kündigte die Verkehrsplanung die Erhebung fürs Frühjahr 2017 an. „Wir hoffen, dass wir dann zeitnah anhand der Auswertung eventuell vorzunehmende Maßnahmen mit den zu beteiligenden Dienststellen und Bereichen abstimmen können“, heißt es in dem Schreiben an die Anwohner im Heiweg. Jetzt, knapp ein Jahr nach der angekündigten Verkehrszählung, haben die Anwohner des Heiwegs die Nase voll. Die Initiative „Beruhigt den Heiweg“ möchte Unterschriften sammeln und endlich Ergebnisse sehen – bevor etwas passiert.

Vielleicht, so überlegen einige, könnte man die Straße in dem Teilstück zur Sackgasse oder zur Einbahnstraße machen. „Der obere Teil des Heiwegs“, sagt ein anderer Anwohner, „müsste, weil auch viel Gewerbe dort ist, vom Rest abgekoppelt werden.“ Eine Mutter von zwei Kindern glaubt, das Aufstellen von Tempo- 30-Schildern könne helfen, „denn bislang steht es nur in weißer Farbe auf der Fahrbahn und wird oft übersehen“.

Laut Stadtsprecherin Nicole Dorel war die Erfassung des Durchgangsverkehrs aufgrund der umliegenden Baustellen im Jahr 2017 nicht möglich. „Doch es wird zeitnah in diesem Jahr erfolgen.“ Nach entsprechender Auswertung könnten dann entsprechende Maßnahmen erarbeitet werden.

 Von Sabine Risch

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