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Lübeck Apps aus der Hansestadt: Gewichtsabnahme, 3-D-Modelle oder Gastronomie-Bonussysteme
Lokales Lübeck Apps aus der Hansestadt: Gewichtsabnahme, 3-D-Modelle oder Gastronomie-Bonussysteme
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14:55 30.10.2016
Es gibt rund fünf Millionen Anwendungen für das Smartphone. Ein paar davon kommen aus der Hansestadt. Quelle: fotolia
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Lübeck

Dass vor allen Dingen in den Informatik-Studiengängen an der Universität zu Lübeck und der Fachhochschule viel an neuen Anwendungen für das Smartphone getüftelt wird, bekommen Externe nicht unbedingt mit. Neben den oben genannten sieben Beispielen, die schon die Testphase durchlaufen haben und erschienen sind, wird noch an mehr Apps gearbeitet.

Es gibt rund fünf Millionen Anwendungen für das Smartphone. Ein paar davon kommen aus der Hansestadt.

So wird zum Beispiel unter dem Dach des Gründercubes, der zentralen Koordinations- und Beratungsstelle in Gründungsfragen auf dem Campus, eine Anwendung programmiert, die Studierenden ein lokales Bonussystem in Kneipen, Restaurants oder Cafés bieten soll. Auch eine App, die quasi als persönlicher Coach beim Abnehmen helfen soll, ist in Arbeit. Auch wird es unter dem Namen „Dyvr“ eine Virtual-Reality-App geben, mit der Architekten ihren Kunden 3-D-Modelle der geplanten Gebäude zeigen können.

360Touch.it: Sie ist für einen ungewöhnlichen Einsatzort gemacht worden: Mit der App „360touch.it“ kann man die Kuppel moderner Planetarien in eine Spieloberfläche verwandeln – wenn sie mit dem Projektionssystem des Planetariums verbunden ist. Verschiedene Spieler können dann in Form von „Multi-User-Interaktion“ mit ihrem Smartphone oder Tablet Sterne über die Kuppel steuern, wie schon in verschiedenen Vorführungen im Planetarium Hamburg gezeigt worden ist. Der ehemalige Student der Fachhochschule, Axel Meyer, hat für diese Entwicklung, die zugleich seine Abschlussarbeit war, 2011 sogar den Possehl-Ingenieurpreis gewonnen.

Das Haushaltsbuch (Pro): „Kennen Sie das nicht, es ist erst Mitte des Monats und schon ist kein Geld mehr da?“ – mit dieser rhetorischen Frage wirbt die App „Das Haushaltsbuch“ für sich. Die Anwendung hilft, die eigenen Finanzen zu überwachen, in dem der Nutzer unter anderem alle Einnahmen, Ausgaben und Umbuchungen dort einspeisen kann. Auch kann das Monatsbudget im Vorfeld geplant werden. Entwickelt wurde die App von einem Team der Fachhochschule Lübeck, das sich unter dem Firmennamen „Gebware“ zusammengeschlossen hat und auch individuelle Software-Lösungen anbietet.

Die Standardversion „Haushaltsbuch“ mit reduzierten Funktionen ist kostenlos, die Pro-Version kann für 1,99 Euro bei Google Play

heruntergeladen werden.

World of Dope: „Machen Sie ein Vermögen mit dem Drogen- und Waffenhandel“, heißt es in der Beschreibung dieser App, die aber tatsächlich nur eine Wirtschaftssimulation ist. In über 100 Städten auf sechs Kontinenten kann der Nutzer mit 40 verschiedenen Waren handeln und dabei virtuelles Geld und Punkte sammeln. Dies lässt sich wiederum in Autos und Flugzeuge umsetzen, die den Nutzer in seiner Rolle als Drogendealer schneller ans Ziel bringen. Entwickelt wurde die Spiele-App ebenfalls von der Firma „Gebware“, die auch das Haushaltsbuch (siehe links) veröffentlicht hat. Nutzer können „World of Dope“ kostenlos bei Google Play herunterladen.

Lübeck rettet: Die App ist ein Ersthelfersystem, das vom Universitätsklinikum (UKSH) zusammen mit Uni Lübeck sowie der European Heart Rhythm Association entwickelt worden ist.

Professionell geschultes Personal wie Krankenpfleger, Ärzte, Rettungsassistenten oder Sanitäter können sich in ihr registrieren und werden über die App von der Rettungsleitstelle alarmiert, wenn sie sich in der Nähe eines Notfalls aufhalten. Damit soll vor allen Personen mit Herzinfarkt oder Schlaganfall geholfen werden, bei denen jede Minute zählt. Über 350 potenzielle Ersthelfer haben sich bereits angemeldet – und bei über zehn „Echteinsätzen“ konnte bisher Menschen in Not geholfen werden. Der Dienst soll keinen Rettungsdienst ersetzen, sondern lediglich die Rettungskette verstärken.

Snapseed: Sie ist die wahrscheinlich bekannteste App, die ihren Ursprung in der Hansestadt hat. Im vergangenen Jahr ist die Bildbearbeitungssoftware mit dem äußerst beliebten „Drama-Filter“ vom „PC Magazine“ unter die Top 100 der besten Android Apps gewählt worden, auch Apple zeichnete sie schon vor fünf Jahren als „App des Jahres“ aus. Die Entwicklerfirma Nik-Software, ursprünglich eine Ausgründung der Lübecker Universität, ist so erfolgreich, dass sie schon 2012 von Google gekauft worden ist. Trotzdem befindet sich immer noch eines der Entwicklerbüros in der Hansestadt. Über iTunes und Google Play kann Snapseed heruntergeladen werden.

Catchup: Diese App ist vor allem etwas für Studienanfänger in Lübeck – oder einfach Personen, die auf dem Campus und im Lübecker Nachtleben schnell einmal den Überblick verlieren.

Grundsätzlich arbeitet „Catchup“ wie ein Wegweiser: Die Anwendung bietet Orientierungshilfe auf dem Gelände der Uni und der Fachhochschule; zeigt, wo die nächste Bar ist und wo man in der Umgebung zu allen Tageszeiten gut essen kann. Auch Partylocations und Veranstaltungen in der Umgebung sind über Catchup zu finden. Entwickelt worden ist der sogenannte Navigator und Barfinder, der sogar offline funktioniert, an der Universität Lübeck.

Er kann kostenlos auf der Seite catchup.rocks

heruntergeladen werden.

Lübeck geht App

Luebeck4me: Die App gehört zu einem Großprojekt der Fachhochschule Lübeck, das von der Possehl-Stiftung gefördert wird. In „Lübeck4me“ („Lübeck für mich“) sammeln Lübecker seit 2013 historische und aktuelle Informationen zur Hansestadt, die dann auf dem Smartphone oder dem Tablet bequem mit sich herumgetragen werden können. Besucher können bei Rundgängen durch Lübeck an passender Stelle Infos abrufen – zum Beispiel die historischen Bilder zur Hubbrücke, aktuelle Öffnungszeiten eines Museums oder den Busfahrplan. Mehr Informationen dazu gibt es unter http://www.luebeck4me.de/. Texte: Lena Modrow

LN

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