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Lübeck Auch das noch: Lachswehrbrücke ist ein Sanierungsfall
Lokales Lübeck Auch das noch: Lachswehrbrücke ist ein Sanierungsfall
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22:18 08.04.2016
Bröselnder Beton, freigesprengte Stahlmatten: Die Lachswehrbrücke weist bedenkliche Baumängel auf. Für die rund 50 Jahre alte Querung wird jetzt ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet.  Quelle: Holger Kröger

Lübecks Kummer mit maroden Brücken nimmt kein Ende. Jetzt wird die Lachswehrbrücke zum Sanierungsfall. Und niemand weiß zurzeit, was der kostet. Lachswehr- und Possehlbrücke, wichtige Bindeglieder zwischen Lachswehrallee und Possehlstraße, sind seit vielen Jahren Problemfälle. Die Possehlbrücke wird bis Ende 2017 durch einen Neubau ersetzt. Kostenpunkt 13 Millionen Euro. Nun droht diesem Baustellennadelöhr möglicherweise, auf der Lachswehrbrücke ein weiteres in unmittelbarer Nähe zu folgen. Betroffen wären davon täglich mehr als 30 000 Autos.

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Lübecks Kummer mit maroden Brücken nimmt kein Ende. Jetzt wird die Lachswehrbrücke zum Sanierungsfall. Und niemand weiß zurzeit, was der kostet.

Laut Valessa Glisovic vom Presseamt brachte eine „umfassende Untersuchung der Widerlager“ hervor, dass der Beton der Lachswehrbrücke vollflächig mit Chlorid belastet ist. Die Folgen sind dramatisch. Der Brückenstahl innerhalb des Betons rostet, der Beton bekommt Risse und wird abgesprengt. Von unten betrachtet sieht die Brücke ziemlich erbärmlich aus. Wie umfangreich die Sanierung und wie hoch deren Kosten sein werden, steht noch nicht fest. „Derzeit wird ein Konzept für eine umfassende Sanierung der Brücke ausgearbeitet“, sagt Glisovic. „Diese Maßnahme wird in den nächsten Wochen ausgeschrieben.“

Foto: Holger Krögerr

Mit dem Bau der Lachswehrbrücke wurde vor mehr als 50 Jahren begonnen. Die Baumaßnahme stand damals unter keinem guten Stern. Im September 1963 gab es einen unerwarteten Baustopp. Grund: Die gesamte Brückenstatik musste völlig neu berechnet werden. Denn die Lachswehrbrücke über die Trave wurde wie die Possehlbrücke in sumpfigem Gelände gebaut. Die Brückenpfeiler mussten in eine 15 Meter dicke „Modderschicht“ getrieben werden. Die Brückenstatik wurde deutlich verstärkt. Erst im Jahr 1969 konnte die Brücke für den Verkehr freigegeben werden.

Vor knapp vier Jahren war die Lachswehrbrücke bereits eine Baustelle. Mitte September 2012 begannen zweimonatige Instandsetzungsarbeiten. Eine sechs Meter lange Stahlkonstruktion wurde damals pro Fahrtrichtung in die Brücke eingebaut.

Von tt

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