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15:09 05.02.2014
Jobcenter-Geschäftsführer Joachim Tag (2. v. l.) gratuliert den Geschäftsführern der Firmengruppe Schütt, Frank Schröder (v. l.) und Jan-Friedrich Schütt und IT-Systembetreuer Klaus Linke zu der Auszeichnung. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Wie wird man „Unternehmen mit Weitblick“ und damit Preisträger des Bundesprojektes „Perspektive 50plus“ für die Integration älterer Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt? Man beschäftigt viele ältere Mitarbeiter, und das in langjähriger Dauerstellung. Man bietet ihnen Fortbildung und macht Angebote zur Gesunderhaltung. Und man stellt Langzeitarbeitslose über 50 neu ein.

Das waren die Kriterien, anhand derer das Jobcenter Lübeck als Partner des regionalen Paktes „mitnmang“ die Lübecker Firmengruppe Schütt für den Titel „Unternehmen mit Weitblick“ ausgesucht hat. Jobcenter-Geschäftsführer Joachim Tag lüftete gestern bei einer Feierstunde im Betriebsrestaurant der Lübecker Nachrichten das Geheimnis und überreichte Jan-Friedrich Schütt, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Baugesellschaft Friedrich Schütt und Sohn, die Auszeichnung.

Bei der Firmengruppe seien 40 Prozent der Beschäftigten 50 Jahre und älter, sagte Jobcenter-Geschäftsführer Tag. Besonderen Respekt zollte er den angebotenen Programmen zur Gesunderhaltung auch der gewerblichen Fachkräfte. „Dazu gehört, dass ein Physiotherapeut auf die Baustelle geschickt wird.“ Und das Unternehmen hat den über 50 Jahre alten gelernten Ingenieur und Bauzeichner Klaus Linke nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wieder fest angestellt: als IT-Systembetreuer.

Zuvor hatten IHK-Präses Friederike C. Kühn, Betriebsberater Stefan Seestädt von der Handwerkskammer Lübeck, Dirk Gerdes, Chef der Wirtschaftsförderung, und LN-Geschäftsführer Thomas Ehlers in einer Podiumsdiskussion unterstrichen, wie wichtig es angesichts des demografischen Wandels für Unternehmen ist, ältere Mitarbeiter zu beschäftigen und ihr Fachwissen, ihre Erfahrung und Zuverlässigkeit zu nutzen. Gerdes: „Um wachsen zu können, braucht die Wirtschaft die Älteren.“ Nur so sei man in der Lage, die neuen Stellen, die geschaffen werden könnten, auch zu besetzen.

RW

Die Firmengruppe Schütt mit aktuell 221 Mitarbeitern blickt als Bauunternehmen auf eine 64-jährige Geschichte zurück: 1950 fing es an — ganz klein: Maurermeister Friedrich Schütt gründete im Steinrader Weg in Lübeck ein Baugeschäft als Einzelfirma. 1952 begann die Fertigung von Beton-Fertigteilen. In den 1960er Jahren wuchs die Firma kräftig, stieg auch ins Bauträger-Geschäft ein und gründete eine Wohnungsbaugesellschaft. Im Jahr 2000 übergab Firmenchef Günter „Molle“ Schütt das Ruder an seinen Sohn Jan-Friedrich. Er fügte der weiterhin als Familienunternehmen geführten Firmengruppe Schütt das Standbein Gewerbebau bei.

LN

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