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Lübeck Auf den Spuren des Leidens Jesu
Lokales Lübeck Auf den Spuren des Leidens Jesu
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18:25 15.04.2017

Um Jesus Tod zu gedenken pilgerten an Karfreitag wieder Hunderte Gläubige auf Deutschlands ältestem Kreuzweg in Lübeck.

Die seit dem 15. Jahrhundert begangene Gedenkzeremonie erstreckt sich über etwa zwei Kilometer. Singend und betend zogen etwa 750 Gläubige von der Jakobi-Kirche zum Jerusalemsberg. Auf dem Weg dorthin stoppte die Prozession an fünf Stationen, um Vorträge zum Thema „Was ist Wahrheit“ anzuhören. Erzbischof Stefan Heße warnte bei der Prozession vor Hetze durch sogenannte „Fake News“.

Unter den Pilgern war auch das Ehepaar Arent. „Wir finden es gut, dass in einem christlich geprägten Land der Glaube auch manchmal öffentlich gezeigt wird“, erzählte Marita Arent. „Ich finde es auch schön, solch eine friedvolle Veranstaltung in Lübeck zu haben, wo Protestanten und Katholiken zusammen Jesus Tod gedenken.“ „Ein Zeichen der Nächstenliebe“, ergänzte Ehemann Eberhard Arent. Von den fünf Stationen sind nur noch die erste und letzte erhalten. Auf dem Jerusalemsberg, der letzten Station des Kreuzweges, befindet sich ein Sandsteinrelief aus dem 16. Jahrhundert, welches die Kreuzigung Jesu zeigt. Über Spenden und Kollekten wurde in den vergangenen zwei Jahren Geld gesammelt, um das Kunstwerk und das Häuschen, in dem es sich befindet, zu restaurieren.

Der Kreuzweg in Lübeck soll dem „Via Dolorosa“ in Jerusalem nachempfunden sein. Diesen Weg ist Jesus Christus nach seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus zum Kreuz gegangen, an dem er zusammen mit zwei Räubern hingerichtet wurde. Der Lübecker Kreuzweg wird seit 1994 wieder begangen und seit 2004 ist er eine ökumenische Veranstaltung, bei der evangelische und katholische Christen gemeinsam an den Leidensweg Jesu erinnern.

mvs

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