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Lübeck Auswahltests für angehende Auszubildende
Lokales Lübeck Auswahltests für angehende Auszubildende
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21:18 12.04.2016
Kasten-Bumerang-Test nennt sich eine der Sporteinheiten, die die Bewerber zum Notfallsanitäter absolvieren mussten. Quelle: Majka Gerke

Schweißgebadet trabt Sandra Döbbel über die Aschenbahn des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums. Die 17-jährige Gymnasiastin ist aus Nortorf bei Neumünster angereist, um bei den Auswahltests der Berufsfeuerwehr Lübeck anzutreten, und hat gerade einen 1500-Meter-Lauf hinter sich. Sie ist eine von 108 Teilnehmern, die zum Auswahltest erschienen sind.

Insgesamt hatten sich 210 junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren aus dem ganzen Bundesgebiet beworben. Fünf Ausbildungsplätze zum Notfallsanitäter gibt es erstmals bei der Lübecker Feuerwehr. 2014 hat dieser Beruf die Ausbildung zum Rettungsassistenten abgelöst. „Wir waren überrascht über die Resonanz“, sagt Tobias Beyer, Leiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr.

Für die Bewerber stand zuerst ein theoretischer Test an. 167 Fragen galt es zu beantworten — zum Allgemeinwissen, zu Naturwissenschaften, Mathematik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Auch wurden Merkfähigkeit und logisches Verständnis geprüft. „Wir haben mit der Feuerwehr Hamburg zusammengearbeitet und deren Fragen modifiziert“, sagt Beyer.

„Bei denen läuft die Ausbildung schon länger.“ Danach stand ein Sporttest auf dem Programm. 1500 Meter laufen, Zirkeltraining und Liegestütz am Kasten galt es zu absolvieren.

Zuletzt mussten die Teilnehmer 200 Meter schwimmen.

Für Tobias Beyer müssen die Bewerber einiges mitbringen. Stressfähigkeit, Bereitschaft zum Schichtdienst und Teamfähigkeit sind nur einige Attribute, die die angehenden Notfallsanitäter haben sollten. „Daneben noch Leistungsfähigkeit und körperliche und geistige Fitness“, zählt er auf.

Sandra Döbbel stellt sich dem Auswahlverfahren nicht zum ersten Mal, es ist ihr Traumjob. „Ich war schon in der Schule beim Sanitätsdienst und bin beim DRK“, sagt sie. „Es ist schwer zu bestehen, weil sich gerade sehr viele für den Beruf interessieren“, sagt Döbbel.

Auch Egils Pobianzens (22) möchte einen der raren Ausbildungsplätze ergattern. Der gebürtige Lette hat schon eine Ausbildung als Computertechniker und möchte nun umsatteln. „Meine Mutter ist Ärztin, mein Vater hat als Rettungsassistent gearbeitet. Da liegt es irgendwie nahe“, sagt er. Doch bis er erfährt, ob er unter den Ausgewählten ist, dauert es noch etwas. „Es gibt noch ein Auswahlgespräch mit den 25 besten Bewerbern“, sagt Tobias Beyer. Daraus werden die fünf neuen Azubis ausgesucht, die am 1. Oktober ihre Ausbildung starten.

Von mg

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