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Lübeck B 207: Die Bodenwellen bleiben
Lokales Lübeck B 207: Die Bodenwellen bleiben
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20:52 13.10.2017
Schon 2010 bildeten sich Bodenwellen auf der B 207. Diese haben sich laut Landesbetrieb Straßenbau stabilisiert. Quelle: Foto: Holger Kröger
St. Jürgen

Auf der A 20 bei Rostock sind kürzlich 1000 Kubikmeter Erde abgesackt und haben ein riesiges Loch hinterlassen (LN berichteten). Dort war die Ursache eine Torflinse im Untergrund, die beim Bau mit Betonkernen stabilisiert wurde – offenbar nicht ausreichend. Ein ähnliches Desaster steht für die B 207 wohl nicht bevor.

Der neue Verlauf der Bundesstraße, der in gerader Linie von der Kronsforder Allee am Hochschulstadtteil und am Flughafen entlang bis zur A 20 führt (und seit 2014 weiter bis Pogeez), entlastet in Lübeck vor allem die Ratzeburger Allee. Die größte Schwierigkeit beim Bau war der bis in 20 Meter Tiefe moorige Untergrund unmittelbar südlich des Hochschulstadtteils. Der Landesbetrieb Straßenbau entschied sich damals, die Fahrbahn auf diesem Stück auf 5000 Styroporblöcken zu bauen – ein Verfahren, das in Skandinavien und Deutschland seit Jahrzehnten angewendet wird. Schon 2010 bildeten sich an dieser Stelle Wellen. Damals wurden die Dellen mit Asphalt aufgefüllt.

Wellen und Dellen gibt es zwar noch immer, aber sie haben sich nach Auskunft der zuständigen Behörde stabilisiert. „Es ist seit einigen Jahren Ruhe eingekehrt“, sagt Jens Sommerburg, Chef der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau. Der Zustand der Straße werde regelmäßig beobachtet. Sommerburg erklärt: „Wenn die Setzungen zum Stehen kommen, hat sich der Körper konsolidiert.“

Trotz der sichtbaren Wellen in der Fahrbahn hat sich die Styropor-Bauweise aus seiner Sicht bewährt, weil sie das Gewicht, das auf dem weichen Untergrund liegt, minimiere: „Ohne Styropor wären die Setzungen in ganz anderem Maß aufgetreten.“

Die Nutzung der Straße ist nach Sommerburgs Aussage durch die Verformungen nicht beeinträchtigt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer habe mit dem Absacken der Fahrbahn nichts zu tun. Die Entscheidung dafür sei schon lange vor dem Bau der Straße gefallen – wegen der Verkehrsbelastung und der vielen Knotenpunkte.

Von Hanno Kabel

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