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Lübeck Bäume, Bänke, Brunnen: Her damit!
Lokales Lübeck Bäume, Bänke, Brunnen: Her damit!
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15:59 22.04.2016
Ein Kommentar von Josephine von Zastrow.
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Lübeck

Bislang ist die Stadt damit gut gefahren — siehe Perspektivenwerkstatt. 2007 sollten die Lübecker die Achse vom Schrangen bis zum Klingenberg mitgestalten. Schon damals wollten sie Bäume, Bänke, Brunnen. Und die haben sie bekommen auf dem Klingenberg, am Beginn der Breiten Straße und ein bisschen auch auf dem Schrangen. Geschadet hat das nicht. Im Gegenteil. Ohne die Bürger, die mitgestaltet haben, wäre die Altstadtmeile nicht so schön, wie sie es heute ist. Das Argument der Fachleute mag historisch richtig sein: In einer mittelalterlichen Stadt gab es keine Bäume.

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„Ich finde, dass der Entwurf zu modern ist, er passt daher nicht zu der schönen Lübecker Altstadt.“ Dorothea Ulfig (18)

Dennoch ist Lübeck keine Museumsstadt für Touristen wie die Altstadt von Dubrovnik in Kroatien. Hier leben die Lübecker und wollen auch ihre Altstadt genießen.

Unbestritten: Die Gestaltung der Untertrave hat eine leichte, fröhliche Anmutung. Der Drehbrückenplatz aber wirkt kühl — trotz der breiten Treppe zum Wasser. Daher ist die Anregung richtig, den Platz mit einem Anziehungspunkt zu versehen — ob nun Baum, Bank oder Brunnen. Es kann eine schlanke Pflanzenreihe sein, eine riesige Sitzgelegenheit in Schiffsform, eine Wasserfontäne — oder ein großes, drehbares Bullauge, durch das Rehderhäuschen, Media Docks und Schuppen 6 betrachtet werden können. Ein bisschen verspielt, weniger streng — schon dürften die kritischen Lübecker den Platz lieben.

So finden die Bürger die Pläne für die Untertrave

15,6 Millionen Euro kostet die Frischzellenkur der Untertrave samt Drehbrückenplatz. Den größten Teil mit 11,9 Millionen Euro zahlen EU, Bund und Land. Die Stadt finanziert zwei Millionen Euro, die Anwohner müssen 1,7 Millionen Euro beisteuern. Baustart ist im Oktober, Ende 2018 soll alles fertig sein. Vorbild ist die Obertrave.

Die Bürgersteige der Untertrave werden breiter, die Fahrbahn hingegen schmaler. In jede Richtung wird es nur noch eine Spur geben und zudem in jede Richtung einen Radfahrstreifen. Auf den breiteren Bürgersteigen an der Häuserseite ist Platz für Tische und Stühle von Restaurants und Cafés, an der Stadt-Trave und am Holstenhafen wird es eine breite Flaniermeile mit Bäumen und Bänken geben.

LN

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