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Lübeck Erste Nachtschicht auf der Bahnhofsbrücke
Lokales Lübeck Erste Nachtschicht auf der Bahnhofsbrücke
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17:54 25.09.2018
Dampfender Asphalt: Die nächtlichen Arbeiten auf der Bahnhofsbrücke liefen reibungslos. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Es geht voran. Frisch asphaltiert liegt sie da, die Bahnhofsbrücke. Zwar erst stadtauswärts, aber immerhin. Die erste Nachtschicht der Bauarbeiter lief am Montag zwischen 20 und 24 Uhr reibungslos, eine weitere wird zum Abschluss des zweiten Bauabschnitts Mitte Oktober folgen. Bis dahin wird sich der Verkehr zur Hauptverkehrszeit in beide Richtungen stauen. Ein Dauer-Ärgernis!

Warum wird nicht häufiger in den späten Abend- und frühen Morgenstunden, wie beispielsweise bei der Moltkebrücke geschehen, an der Querung gearbeitet? Die vierstündige Sperrung am Montag verursachte überhaupt keine Behinderung, am Dienstag rollte der Verkehr wieder jeweils einspurig über die Bahnhofsbrücke. „Im Vorfeld der Ausschreibung der Maßnahme durch den Bereich Stadtgrün und Verkehr ist eine Marktsondierung zum Zweischichtbetrieb sowie zur Wochenendarbeit erfolgt“, erklärt Stadtsprecherin Nicole Dorel. Im Ergebnis sei kein Unternehmen zu finden gewesen, das neben der qualitativen auch die personelle Leistungsfähigkeit für derlei Mehrarbeit gehabt habe. „Aufgrund der derzeitigen Konjunkturlage und der Unattraktivität der Baumaßnahme wäre es nicht überraschend gewesen, wenn wir kein Angebot bekommen hätten. Dieses Risiko durften wir bei einer so dringend notwendigen Maßnahme nicht eingehen. Deshalb wurde auf Zweischicht- und Wochenendarbeit verzichtet“, so Dorel weiter.

Am Montag hat auch der zweite Bauabschnitt begonnen. Da auf den beiden Fahrstreifen stadteinwärts kein Verbund zwischen dem Asphalt und dem Konstruktionsbeton besteht, muss zunächst eine funktionsfähige Abdichtung gelegt werden. Dafür ist es erforderlich, dass der Untergrund fachgerecht vorbereitet wird, das bedeutet, eine ebene und fehlstellenfreie Fläche, die die notwendige Haftzugfestigkeit aufweist. Dieses wird durch eine Betoninstandsetzung erreicht. Anschließend wird die Abdichtung hergestellt, indem zuerst eine Grundierung aufgebracht wird; anschließend wird gespachtelt. Auf den so vorbereiteten Untergrund kann die Abdichtung mit Bitumenschweißbahnen gefertigt werden. Abschließend erfolgt der Asphalteinbau.

Wie im ersten Bauabschnitt ist dazu eine Einbahnstraßenregelung in den Abendstunden erforderlich, weil die Arbeiter für den Asphalteinbau bestimmte Arbeitsbreiten benötigen. Stadtauswärts kann die Bahnhofsbrücke passiert werden, stadteinwärts muss der Verkehr über die Marienbrücke und die Willy-Brandt-Allee ausweichen. „Es läuft alles planmäßig“, sagt Dorel. „Die Brückenarbeiten sollten am 20. Oktober beendet sein.“

Christopher Steckkönig

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