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Lübeck Jetzt wird’s eng auf den Autobahnen
Lokales Lübeck Jetzt wird’s eng auf den Autobahnen
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15:36 20.03.2018
Die A226 in Richtung Travemünde wird ab dem 3. April gesperrt.  Quelle: LN-Archiv
Bad Schwartau/Sereetz

Erst im Dezember war die Fahrbahn der A 226 aus Travemünde kommend in Richtung Autobahnkreuz Bad Schwartau freigegeben worden. Jetzt ist die Gegenrichtung dran: Vom 3. April bis in den Juli wird die Straße zwischen dem Autobahndreieck Bad Schwartau und der Ausfahrt Dänischburg gesperrt. Eine Brücke muss instand gesetzt werden, außerdem wird die Fahrbahn erneuert und mit einem offenporigen Asphalt versehen. Der Verkehr in Richtung Travemünde wird in dieser Zeit über die A 1 und die Ausfahrt Sereetz über die L 181 und dann wieder auf die A 226 geführt. Aus Gründen des Verkehrsablaufs ist es ab dem 26. März bereits nicht mehr möglich, die Auffahrt Sereetz in Richtung Fehmarn zu benutzen.

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Eine Herausforderung ist die Baustelle nicht nur für alle Autofahrer, sondern auch für die Geschäftsleute im Luv-Center. „Wir haben uns den Tag bereits rot angestrichen“, sagt Ingmar Strait, Geschäftsführer von CB-Mode. Im vergangenen Sommer hatte die Baustelle für erhebliche Einbußen gesorgt. Bis zu 15 Prozent weniger Umsatz hatte der Modemarkt damals verzeichnen müssen. „Wir sind höchst betrübt, dass es nun weitergeht“, sagt er, „auch für die Menschen, die an die Ostsee wollen, ist es eine Katastrophe.“ Auch in der Filiale von Edeka Martens hatte der damalige Leiter im Frühjahr 2017 über deutlich weniger Kunden geklagt. Die Pressestelle des Unternehmens wollte sich zur erneuten Sperrung nicht äußern. Auch vom Luv-Center gab es auf LN-Anfrage gestern keine Stellungnahme.

Neben der A 226 wird auch die A 1 zur Baustelle. Die Autobahn soll zwischen Bad Schwartau und Sereetz grunderneuert werden. Zusätzlich muss der Überbau von neun Brücken saniert und von zwei Brücken erneuert werden. Dazu müssen fünf Lärmschutzwände und eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer in Höhe Sereetz neu hergestellt werden. Die Arbeiten finden vom 26. März bis November 2019 statt. Zunächst wird die Arbeitsstellensicherung eingerichtet, um die Bauarbeiten auf der Fahrbahn in Richtung Hamburg ausführen zu können. Hierzu muss die Fahrbahn vom Parkplatz Sereetzer Feld bis nördlich der Anschlussstelle Lübeck-Zentrum gesperrt werden. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Bauqualität kann der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein die notwendigen Erneuerungen der Fahrbahn nur unter Vollsperrungen für den Verkehr durchführen“, erklärt LBV-Niederlassungsleiter Jens Sommerburg.

Immerhin: Die Autofahrer können die Autobahn trotzdem weiterhin nutzen. „Hier können wir glücklicherweise den Verkehr in beide Richtungen aufrechterhalten – auf jeweils zwei der drei Fahrstreifen auf der Richtungsfahrbahn Fehmarn“, so Sommerburg. Die im Baustellenbereich der A 1 liegende Anschlussstelle Sereetz wird vom 16. April bis Ende November dieses Jahres gesperrt. Der von Norden kommende Verkehr wird bereits an der Ausfahrt Ratekau von der Autobahn abgeleitet. Wer die Auffahrt Sereetz in Richtung Hamburg nutzen möchte, muss über die Auffahrt Dänischburg fahren. Alle Umleitungen sind ausgeschildert. Auch der Weg zum Luv-Center: "Es wird während der Baustellenphase eine Beschilderung mit dem expliziten Hinweis 'LUV/IKEA' erfolgen, sodass die Besucher auch während der kommenden Monate entsprechend geleitet werden", sagt eine Ikea-Sprecherin. Die Anschlussstelle Bad Schwartau ist die ganze Zeit über in alle Richtungen befahrbar. Die Kosten für die Arbeiten, die von der Hamburger Firma Bunte Verkehrswegebau ausgeführt werden, belaufen sich auf 26 Millionen Euro.

Baustelle bei Stapelfeld

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Lübeck, teilt mit, dass die Restarbeiten zur vollständigen Erneuerung der A1 zwischen der Anschlussstelle Barsbüttel und der Anschlussstelle Stapelfeld voraussichtlich bis zum 30.04.2018 ausgeführt werden.

Es werden die Mittelstreifenüberfahrten zurückgebaut sowie die damit verbundenen Arbeiten an der Betonfahrbahn ausgeführt. Für die Restarbeiten wird der Verkehr zeitweise auf beiden Richtungsfahrbahnen auf zwei Fahrstreifen reduziert. Vereinzelt wird auch der Standstreifen der Richtungsfahrbahn Hamburg gesperrt.

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein bittet, sich auf die erforderlichen Arbeiten einzustellen.

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