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Lübeck Moislinger Allee wird modernisiert
Lokales Lübeck Moislinger Allee wird modernisiert
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20:53 29.05.2018
So soll es ab Herbst 2019 aussehen: Radfahrer haben deutlich mehr Platz, Fußgänger können die Straße mittels Verkehrsinseln überqueren, und für Autofahrer gibt es eine extra Fahrspur für Linksabbieger. Quelle: Fotos: Stadt/holger Kröger
St. Lorenz Süd

Statt zwei gibt es ab dem Herbst 2019 drei Fahrspuren – der mittlere Fahrstreifen wird gepflastert und dient nach Beendigung der Maßnahme zum Linksabbiegen. „Die geradeaus fahrenden Fahrzeuge müssen somit nicht mehr hinter den Linksabbiegern warten. Dadurch verbessert sich der Verkehrsfluss für die knapp 17000 Autos, die täglich durch die Moislinger Allee fahren“, erklärt die stellvertretende Stadtsprecherin Valessa Glisovic. Drei Verkehrsinseln sollen den Fußgängern ein sicheres Queren der Straße ermöglichen.

Die Moislinger Allee wird aufgehübscht. Im kommenden Jahr wird die zweispurige Straße zwischen der Lachswehrallee und dem Lindenteller für 2,4 Millionen Euro ausgebaut. So soll der Verkehr besser fließen. Im Zuge der Arbeiten werden außerdem die Geh- und Radwege verbreitert.

Doch bis die Straße zur gemütlichen Meile für alle Verkehrsteilnehmer wird, drohen Staus und Umwege. Immerhin: Während der Bauzeit bleibt für den Verkehr ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung erhalten.

Für Radfahrer wird es eine Führung auf einer Straßenseite geben. Den Startschuss der Arbeiten geben die Entsorgungsbetriebe. Sie stellen die Entwässerung von Misch- auf Trennkanalisation um.

Anschließend erfolgt bis zum Herbst 2019 der Ausbau der neuen Straße durch die Hansestadt. Mit dem Bauprojekt betritt die Stadt Neuland. „Derartige Mittelstreifen gibt es bisher nicht. Andere Städte haben aber durchweg gute Erfahrungen damit gemacht – auch bei höherem Verkehrsaufkommen als in der Moislinger Allee“, sagt Glisovic. Die Verkehrsteilnehmer hätten sich dort sehr schnell an die neue Verkehrsführung gewöhnt. „Unfallauffälligkeiten sind nicht bekannt“, sagt Glisovic.

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Moislinger Allee: Kritik an der Parksituation während der Bauzeit

Die Einfahrt vom Lindenteller in die Moislinger Allee wird so gestaltet, dass nicht mehr zwei Fahrzeuge nebeneinander abbiegen können. Das ist zwar seit 2012 ohnehin nicht mehr erlaubt, die Straßenbreite ermöglicht es aber noch. Die Einfahrt aus der Moislinger Allee in den Lindenteller bleibt dagegen zweistreifig.

Von der neuen Planung sollen aber nicht nur die Autofahrer profitieren. Die Gehwege werden breiter und laufen an den Einmündungen in die Nebenstraßen auf einer Höhe durch. Auch die Radwege werden verbreitert. An den Einmündungen in die Nebenstraßen wird der Radweg so geführt, dass gute Sichtbeziehungen zu den abbiegenden Fahrzeugen bestehen. „An der Ausfahrt aus dem Lindenteller werden die Radler rechts am Parkstreifen entlang geführt. Die Bushaltestelle Dornestraße wird barrierefrei ausgebaut, und für Anwohner und Gewerbetreibende stehen mehr und breitere Parkplätze zur Verfügung“, erklärt Valessa Glisovic. Auf beiden Straßenseiten werden zudem Bäume gepflanzt – entweder Winterlinden wie im ersten Bauabschnitt oder Ulmen.

Die Kosten sollen bei rund 2,4 Millionen Euro liegen. Schon vor 13 Jahren wurde die Kreuzung Moislinger Allee/Lachswehrallee ausgebaut. Anlass war damals die Schließung der Finkenstraße. Das Land förderte den Bau mit mehreren Millionen Euro. Ein Teil der Fördermaßnahme war der Ausbau der Moislinger Allee auf vier Fahrstreifen bis zum Lindenteller. Da hierfür Grundstücke zugekauft werden mussten, konnte der Ausbau aber bisher nicht erfolgen.

Mittlerweile sind die erforderlichen Grunderwerbe erfolgt. Allerdings wurde 2015 vom Land die „Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen“ eingeführt. Demnach müssen Gehwege mindestens 2,50 Meter und Radwege zwei Meter breit sein. Zudem muss zwischen Radweg und Parkstreifen ein 75 Zentimeter breiter Sicherheitstrennstreifen angelegt werden. Damit blieb nicht mehr genügend Platz für vier Fahrstreifen. Würde die Hansestadt Lübeck gänzlich auf einen Ausbau der Moislinger Allee verzichten, müsste sie die Fördermittel zurückzahlen.

 Von Maike Wegner

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