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Lübeck Bei der Feuerwehr wird nicht gespart
Lokales Lübeck Bei der Feuerwehr wird nicht gespart
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21:19 17.01.2017
Rundum zufrieden: Innensenator Ludger Hinsen (CDU). Quelle: Foto: Roessler

Einstimmig hat der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung gestern Abend allen Überlegungen, bei der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren zu streichen, eine Absage erteilt.

Danach wird grundsätzlich an den vier Wachen der Berufsfeuerwehr festgehalten. Der Gutachter, die Firma Luelf und Rinke, hatte vorgeschlagen, die Wache Schlutup einzusparen und den Brandschutz auf die Freiwillige Feuerwehr Schlutup zu übertragen. Die Verwaltung hatte diesen Vorschlag abgemildert und stattdessen eine zweijährige Testphase empfohlen. Erst dann sollte eine Entscheidung fallen, ob Lübeck mit drei oder vier Wachen der Berufsfeuerwehren auskommt. Das ist seit gestern Abend vom Tisch. Innensenator Ludger Hinsen (CDU): „Wenn die Bürgerschaft zustimmt, bleibt das Vier-Wachen-System.“

Der Gutachter hatte zudem vorgeschlagen, die Zahl der Standorte der Freiwilligen Wehren von 22 auf 15 zu dezimieren. Auch das ist vom Tisch. „Eine zwangsweise Schließung von Standorten wird als kontraproduktiv angesehen“, erklärten die feuerwehrpolitischen Sprecher aller Fraktionen in ihrer Stellungnahme. Nur auf freiwilliger Basis seien Zusammenschlüsse von Ortswehren denkbar.

Außerdem fordert der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, dass den Lübecker Brandrettern „mindestens ein leistungsfähiges, modernes Hilfeleistungslöschboot“ zur Verfügung stehen muss. Das soll das nicht mehr so leistungsfähige Löschboot vor der Wache in Schlutup ablösen. Seit Jahren diskutieren Verwaltung und Politik über die Frage, ob die Stadt sich ein neues Boot leisten kann.

Schließlich erhören die Sicherheitspolitiker den Hilferuf der Brandretter in Sachen Fahrzeugausstattung. Die notwendigen Gelder zur Beschaffung von Einsatzfahrzeugen sollen kontinuierlich bereitgestellt und regelmäßig dem Bedarf angepasst werden, beschloss der Ausschuss. Mindestens 700000 Euro jährlich sollen bereitgestellt werden.

Innensenator Hinsen hatte die Politiker zuvor dringend um einen Grundsatzbeschluss gebeten. Der CDU-Politiker lobte die feuerwehrpolitischen Sprecher, „dass sie sich an ihr Schweigegelübde gehalten haben und niemand vorab an die Öffentlichkeit gegangen ist“. dor

LN

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