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Lübeck Beruf in der Schnittstelle
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18:26 07.06.2016
Sie planen den Berufseinstieg als Migrationsfachkraft: Evans Gumbe (v. l.), Henning Dopp, Susanne Frischmuth, Klaus Reichert, Frithjof Ahlbory, Michael Beddig und Dozent Kay Nitz. Quelle: Riedel

Die ehrenamtliche Arbeit mit Neubürgern zum Beruf machen? Für die 17 Teilnehmer des Lehrgangs zur Migrationsfachkraft im Lernzentrum Lübeck ist das jetzt möglich. „Zur Integration von Migranten werden dringend Fachkräfte gesucht, weil vieles über das Ehrenamt nicht machbar ist“, weiß Frithjof Ahlbory, Leiter der Einrichtung. Er hofft, dass seine Absolventen nun interessant für viele Unternehmen und Verbände sind.

Wie vermittle ich die europäische Wertedefinition? Wo können Migranten Sprachkurse besuchen? Wie funktioniert das deutsche Asylgesetz? Auf all diese Fragen weiß die Migrationsfachkraft eine Antwort.

Der Beruf dient als Schnittstelle zwischen dem Flüchtling und dem Unternehmen oder Verbänden. Er leistet zum Beispiel Assistenzarbeit und unterstützt Sozialarbeiter“, erklärt Ahlbory.

„Ich kann diesen Kurs nur wärmstens empfehlen, allein schon, weil hier so viele unterschiedliche Kulturen dabei sind“, lobt Teilnehmer Henning Dopp (46), der nun hauptberuflich als Migrationsfachkraft arbeiten möchte. Auch Evans Gumbe (32) weiß um die Notwendigkeit dieser Arbeitskräfte. „Ich bin selbst Migrant, und daher kann ich mich gut in die Situationen anderer hineinversetzen.“ Auch Erfahrungen als ehrenamtlicher Helfer findet er nützlich. „Ich leite eine Freizeitgruppe für Flüchtlinge und möchte auch beruflich die Migranten hinein in die Gesellschaft bringen.“

Der nächste Kurs im Lernzentrum beginnt am 15. Juni und endet am 23. August. Er findet montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr statt. Interessierte können sich im Internet unter www.lernzentrum- luebeck.de oder unter Telefon 0451/71144 anmelden. Kunden der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters können über den Bildungsgutschein gefördert werden.

er

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