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Lübeck Bescheidene „Helden“ mit Engagement und Ehrgeiz
Lokales Lübeck Bescheidene „Helden“ mit Engagement und Ehrgeiz
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18:23 10.09.2016
Maximilian Munski motiviert Sebastian Kunzig (v. l.), Moritz Öldörp, Sebastian Borso, Jelle Stehr und Steffen Kunzig. Quelle: Brandt

Ein bisschen verlegen macht Jasmin Isse die Auszeichnung zur „Prenski-Heldin“ schon. „Ich finde, Held ist so ein starkes Wort“, sagt die 18-Jährige. Sie wolle einfach nur helfen, wenn sie sich mit Mitschülerin Lena Möller beim Kita-Träger Kinderwege einbringt. Seit einem Jahr begleitet sie mit ihrer Mitschülerin Kinder aus Flüchtlingsfamilien, spielt mit ihnen am Nachmittag, übt erste deutsche Worte. „Stellvertretend für so viele Engagierte“ würdigt Lehrerin Rose Buttler die beiden Mädchen auf dem Pausenhof. Es gibt Applaus von den versammelten Schülern aller Jahrgangsstufen.

Seit 2014 ehrt die Geschwister-Prenski-Schule jährlich nach den Sommerferien jene Schüler, die sich für andere einsetzen. Auch die erfolgreichen Sportler der Schule dürfen sich an diesem Tag feiern lassen und Glückwünsche von einem prominenten Gast entgegennehmen. Olympia-Ruderer Maximilian Munski gratuliert der fünfköpfigen Rudermannschaft zur Teilnahme am Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Ratzeburg. Auch wenn es für die 14- und 15-jährigen Talente, die in der AG der Schule und bei der Lübecker Rudergesellschaft aktiv sind, in diesem Jahr nicht für die Qualifikation zum Bundesfinale reichte, dürfen sie mit Munski ein großes Vorbild treffen. „Das spornt uns an, uns noch mehr zu motivieren, noch häufiger in den Kraftraum zu gehen“, sagt Schlagmann Sebastian Kunzig (15). Munski, 2004 selbst als Prenski-Schüler beim Bundesfinale, drückt den Schülern die Daumen, dass „es bald wieder für eine Medaille reicht“.

Unter den rund 800 Prenski-Schülern taten sich im vergangen Jahr auch zehn Schulsanitäter hervor. Sie leisten Erste Hilfe und sind in Notfällen die ersten Ansprechpartner, bis der Arzt eintrifft.

Auch die Schwimmstaffel als Stadtmeister, die Fußballerinnen als Kreismeister sowie ein Tischtennis-Duo als Teilnehmer der Landesmeisterschaft wurden geehrt. Die Ehrung der „Prenski-Helden“ sei noch eine junge Veranstaltung, erklärt Sportlehrer Christoph Matzat. „Wir wollen eine Plattform für Vorbilder schaffen.“

cb

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