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Lübeck Beste Stimmung und eine volle Meile
Lokales Lübeck Beste Stimmung und eine volle Meile
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10:35 06.08.2017
So sieht es aus, wenn am Traveufer gefeiert wird. Kurz nach Eröffnung ist die Meile zwischen Radisson und MuK gut gefüllt. Quelle: Fotos: Maxwitat (2), Jacob (2)

Lübeck. „Ich genieße das hier total“, lobt Christin Lützig das Fest. Gleich nach der offiziellen Eröffnung am Freitagabend lässt sich die 34-Jährige heiße Mutzen schmecken, während die Soulklänge von Terri Green und Butch Williams von der schwimmenden Travebühne einen Teil der Festmeile erfüllen.

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Das 19. Lübecker Lübecker Duckstein-Festival hat einen brillanten Start hingelegt. Viel Lob gibt es für das Publikum.

Und so haben es sich auch die Niederländerinnen Liz van Blitterswijk und Gini Mathijssen (beide 25) an einem Biertisch bequem gemacht. Sie erkunden in ihrem Urlaub Norddeutschland und hatten dabei auch in Lübeck Station gemacht. „Wir sind überrascht, wieviel hier los ist“, sagte Gini, die zuvor mit ihrer Freundin auch das Ducksteinbier kostet. „Schmeckt gut“, so die beiden. Wer nicht so gerne Bier mag, findet beim Festival ausreichend andere Getränke – zum Beispiel an Don Vitos Tresen. Hier sieht es bunt aus: orange für die vorbereiteten Aperols, grün für die Hugos mit frischer Minze.

Der Mix aus Kunst, Kultur und Kulinarik ist Thema in der Radisson-Lounge. Hier genießen geladene Gäste den Blick auf die Travebühne und auf die volle Meile. Über die wohl größten Events Lübecks und Travemündes – Duckstein und Travemünder Woche – plauschen Uwe Bergmann, Chef der gleichnamigen Holding und Veranstalter des Traveuferfestivals, und Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche GmbH.

Zusammen mit Traveufer-Macher Thorsten Weis sind sich die Herren schnell darin einig, dass beide Events „einmalige Kulissen und ein tolles Publikum“ gemeinsam haben. „Das gibt es nur in Lübeck“, schwärmen Olivia Kempke, Chefin des Lübeck-Managements, und der finnische Honorarkonsul und Unternehmer Bernd Jorkisch. An gebackenen Tomaten, bayerischem Sommersalat, veganem Sushi und fruchtigen Deserts laben sich unter anderem SPD-Bürgermeisterkandidat Jan Lindenau, Weinkontor-Chef Jörg Iwan, Radisson-Hotelchef Rik Brust und Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) mit Ehemann Georg. Inzwischen füllen sich die Wege an den Pagodenzelten. Zwischen den Gästen bewegt sich ein Mann, der zwar nicht bunt, aber auffällig gekleidet ist: Der Lübecker Robert Voß (31), der nach eigener Aussage „halb Gast, halb Straßenkünstler“ ist, mimt Michael Jackson: „Dann, wenn beim Straßentheater Pause ist, möchte ich die Leute unterhalten“, sagt er und zeigt seine Version des „Moonwalk“. Neu auf dem Festival ist das Restaurant „Goldschätzchen“ aus Pinneberg mit regionalen Spezialitäten aus der Landhausküche. Jörn Hoppmann serviert gesmokten Lachs und gezupftes Rindfleisch.

Nur wenige Meter entfernt stellen sechs unterschiedliche Künstler im großen Design-Zelt aus. Auch sie sind das erste Mal dabei. „Die Menschen sind gut gelaunt und interessiert“, sagt Tanja Kimpel, die Taschen und Tücher, Stolas und Lederbörsen verkauft. Bei den Designern gibt es unter anderem auch Schnapsvariationen, Buchstaben aus ausgedienten indonesischen Holzbooten, Ledertaschen, Armbänder, Ohrringe und Kettenanhänger. Erstmals ist auch James Salomon mit seinem Stand Afro Enjera mit Spezialitäten aus Eritrea und Äthiopien dabei. Überwiegend Veganes steht im Angebot: Falafel, roten Linsen, Kichererbsen, Weißkohl, Kartoffeln, ja selbst Grünkohl.

Kleiner Schreck am späten Freitagabend: Beim zweiten Set von Green und Williams fiel für einige Minuten der Strom aus: Souverän nutzten die Musiker die Zwangspause für ein paar A-capella-Songs – zusammen mit dem Publikum.

Das Programm

Sonntag, Travebühne: 15 Uhr Urban Beach (Akustik Pop), 19.50 Uhr ReCartney (Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band); Theaterplatz: 16 und 19 Uhr Mr. Banana Show (Schlappseil, Comedy), 17.15 und 20.20 Uhr Peter Shub (Comedy), 18.15 und 22.10 Uhr Monalaura (Akrobatik).

Montag, Travebühne: ab 19.30 Uhr San Glaser & Band (Jazz, Soul, Pop); Theaterplatz: 18.30 und 21.15 Uhr Twin Spin (Diabolo, Jonglage); 20.20 und 22.10 Uhr Peter Shub.

 Rüdiger Jacob

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