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Lübeck BfL fordern sachorientierte Politik und mehr Transparenz
Lokales Lübeck BfL fordern sachorientierte Politik und mehr Transparenz
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20:15 13.05.2016
Marcel Niewöhner (l.) und Vorsitzender Lothar Möller feiern acht Jahre Bürger für Lübeck. Quelle: Gerke

Seit fast genau acht Jahren mischt die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) in der Kommunalpolitik der Stadt mit. Jetzt feierte man den Geburtstag mit einem Jahresempfang im Audienzsaal im Rathaus. „Wir wachsen mit unseren Aufgaben“, sagte BfL-Fraktionschef Marcel Niewöhner über die Zeit in der Bürgerschaft, wo die BfL mit zwei Abgeordneten vertreten ist.

Zu der Veranstaltung waren nicht nur die 50 Mitglieder der BfL eingeladen, auch die Chefs der anderen Fraktionen der Bürgerschaft gaben sich die Ehre. Es kamen unter anderem Jan Lindenau (SPD), Andreas Zander (CDU) und Michelle Akyurt (Grüne) sowie SPD-Kreischef Thomas Rother. Mit dabei waren auch Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung.

Viele Illusionen über die städtische Politik hat Marcel Niewöhner nach acht Jahren Kommunalpolitik nicht mehr. Er träume von einer sachorientierten Politik ohne Zwänge und für mehr Transparenz, betonte er. Angelehnt an die berühmte Rede des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King hat auch Niewöhner noch so einige Träume. „Ich habe einen Traum, dass die Entscheidungen in der Kommunalpolitik mehr sachpolitisch geführt werden“, sagte er. Er wünsche sich, dass die Abgeordneten nach der Sachlage entschieden und nicht, wie die Partei es vorgebe. Denn darin unterscheide sich die BfL von den etablierten Parteien. „Wir sind nur unserem Gewissen verantwortlich.“

Er träume auch von einem Stadtoberhaupt, das sich mit Finanzen auskennte, teilte Niewöhner in Richtung Bürgermeister Bernd Saxe aus. Auch die neue Fraktion der GAL bekam ihr Fett weg. Das Mandate so einfach „mitgenommen werden können“, finde er skandalös. Man solle lieber Verantwortung übernehmen, um Probleme der Stadt zu lösen, und nicht, um Parteien zu dienen, sagte Niewöhner. „Das ist momentan anders.“

Gastredner Ludger Hinsen (CDU), der neue Innen- und Umweltsenator, entführte die rund 100 Gäste in seiner Rede erst in die Vergangenheit und blickte dann in die Zukunft der Hansestadt. Er sehe für Lübeck die Chance, auf den Megatrend der Urbanisierung aufzuspringen. Seit 2005 lebten weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Die Hansestadt sei groß genug, um an der Urbanisierung teilzuhaben, aber klein genug, um Heimat zu bleiben, sagte Hinsen. „Lübeck hat die Chance, Flügel und Wurzel gleichzeitig zu sein.“

mg

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