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Lübeck Bischöfin pflanzt einen Apfelbaum in Schlutup
Lokales Lübeck Bischöfin pflanzt einen Apfelbaum in Schlutup
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20:37 31.10.2013
Zusammen mit Kita-Kindern pflanzen Kirsten Fehrs (v. r.), Gabriele Schopenhauer und Kai Schäfer das Apfelbäumchen. Quelle: Hollinde

Als Bischöfin Kirsten Fehrs und Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer gestern in Schlutup direkt an der Grenzdokumentationsstelle einen Apfelbaum pflanzten, hatten sie tatkräftige Unterstützung.

Denn Konfirmanden und Kita-Kinder der St. Andreas- Gemeinde standen ihnen zur Seite. Sie hatten das noch junge Bäumchen zuvor im Gottesdienst mit Wunschzetteln behängt. „Das ist toll, dass der Reformationstag so auch für unseren Nachwuchs zu einem Ereignis wird. Man muss diesem ausufernden Halloween-Treiben etwas entgegensetzen können“, sagte Schopenhauer. Entsprechend appellierte sie, den Reformationstag gerade im Hinblick auf das 500-jährige Jubiläum im Jahr 2017, in der Hansestadt zukünftig aktiver zu begehen.

Der Apfelbaum sei ein Zeichen für Zuversicht, Hoffnung und Stärke, begründete die Bischöfin die symbolhafte Handlung in Schlutup, die auf ein Luther-Zitat zurückgeht. So hatte der Reformator einst gesagt: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ In den Vorjahren war Fehrs unter dem Motto „Die Reformation der Apfelbäume“ bereits an vielen Stellen in Hamburg aktiv geworden. „Letztes Jahr haben wir in St. Pauli einen Baum in die Erde gesetzt“, berichtete sie, „unmittelbar daneben haben momentan die Flüchtlinge aus Afrika in der Kirche ihr Obdach gefunden. Und an diesem Ort unterstützt sie der ganze Stadtteil und gibt ihnen dadurch Hoffnung auf ein glücklicheres Leben.“

Schlutups Pastor Kai Schäfer betonte: „Luthers 95 Thesen und sein Kampf für die Freiheit sind eine bleibende Aufforderung, genau hinzuschauen, dass auch heute die erkämpften Freiheiten erhalten bleiben.“  

mho

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