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Lübeck Blau-weißer Spaß beim Oktoberfest
Lokales Lübeck Blau-weißer Spaß beim Oktoberfest
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21:56 30.09.2017
Schwerstarbeit: Christin Stormer (23) stemmte vier volle Maßkrüge Bier auf einmal. Quelle: Felix König
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Innenstadt/St. Lorenz Nord

Um mal richtig zünftig das Oktoberfest feiern zu können, muss man nicht mehr unbedingt bis nach München reisen. Der bayerische Ausnahmezustand ist mittlerweile auch im Norden angekommen. So fand in der Musik- und Kongresshalle (MuK) zum zweiten Mal das größte Oktoberfest in der Hansestadt statt. Kamen am ersten Abend rund 1200 Wiesn-Begeisterte, waren es gestern rund 1800. Sie tanzten bis ein Uhr nachts zur Musik der bayerischen Band Gewekiner Buam & Madl, der Überdüber Partyband und DJ Rodney – und aßen bayerische Speisen von Küchenchef Rolf Ley aus dem Restaurant Karstadt.

Klicken Sie hier, um alle Bilder vom Oktoberfest 2017 in der MuK in Lübeck zu sehen!

„O’ zapft is“ heißt es am Freitagabend kurz nach 19 Uhr in der blau-weiß geschmückten Rotunde der MuK. Genau zwei Schläge mit dem Holzhammer braucht Bernd Saxe, dann ist das erste Fass angestochen. Der scheidende Bürgermeister hat diese Aufgabe gern übernommen. „Das letzte Mal habe ich vor zehn Jahren ein Fass angestochen. Damals brauchte ich auch zwei Schläge“, sagt er.

Gemeinsam mit Bürgermeisterkandidat Jan Lindenau und Sven Schindler stößt er dann mit einer Maß auf den Abend an. Der Sozial- und Wirtschaftssenator kommt, wie 90 Prozent aller Gäste, in traditioneller Wiesn- Tracht: rustikale Lederhose mit Hosenträgern, Kniestrümpfe und Hemd. Wer nicht in die „bayerische Uniform“ investieren wollte, trägt zumindest ein blau-weiß- oder rot-weiß-kariertes Hemd zur Jeans. Doch auch die Damenwelt wirft sich in Schale und bietet einiges für das Auge. Auch MuK-Chefin Ilona Jarabek und ihr Team sowie Olivia Kempke vom Lübeck Management feiern mit. Patrick Kleie (25), Danny Rabe (34), Annika Pötter (34) und Mandy Brasch (21) sitzen auf einer der vielen Bierzeltgarnituren in der Rotunde und schunkeln fleißig mit. Eine Freundin des Quartetts hatte die Idee, mal auf die Lübecker Wiesn in die MuK zu gehen. „Es ist nicht immer dasselbe wie sonst“, so Patrick Kleie.

Auch sich mal anders zu kleiden, reizt die Lübecker. „Ich finde es cool, als Norddeutscher mal so eine Lederhose zu tragen“, sagt Danny Rabe. Ein Reiz, dem auch Annika Pötter und Mandy Brasch verfallen. Sie sitzen beide in feschen Dirndln am Tisch. Gemeinsam suchten sie erst in Fachgeschäften nach den bayerischen Kleidern, bestellten dann aber online. „Im Geschäft waren die sehr teuer und es gab nur eine kleine Auswahl. Im Netz konnte man unter vielen aussuchen, so trägt nicht jede das gleiche Kleid“, meint Mandy Brasch.

Auch Maja Thormählen (26) und Katerine Stiegler (22) kommen in Dirndln. „Die haben wir bei Amazon gekauft“, meint Stiegler. Knapp 50 Euro haben sie jeweils ausgegeben. Für die beiden Lübeckerinnen ist es das erste Oktoberfest. „Nach München kommt man ja nicht mal so eben“, sagt Maja Thormählen.

Mit vier Maßkrügen Bier in der Hand eilt Christin Stormer durch die Tischreihen. Die 23-Jährige gehört zum flinken 59-köpfigen Bedienpersonal. „Am Ende des Abends haben wir bestimmt einige Kilometer abgerissen“, sagt sie lachend. Ihr gefällt die Stimmung. „Die Leute sind entspannt“, meint sie. Dann muss sie auch schon wieder weiter.     Veranstalter Mike Hasemann und Projektleiter Cristoph Lüdtke von Media Consult Events organisieren schon zum zweiten Mal die Lübecker Wiesn in der MuK. Sechs Monate Planung liegen hinter ihnen. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut das Event ankommt“, meint Hasemann.

Aber die Gaudi geht noch weiter: Bei Zelt-König, der die Lübecker Wiesn auf dem Parkplatz des Hagebaumarkts an der Lohmühle organisiert, kann man noch bis zum 7. Oktober weiterfeiern.

 Von Majka Gerke

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